UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Management 05.10.2017 09:44

40. Agrarökonomie-Tagung

Die alljährliche Agrarökonomie-Tagung der Agroscope in Tänikon war auch dieses Jahr ein gut besuchter Treffpunkt
für die Fachleute aus der Agrarwirtschaft. Nebst dem landwirtschaftlichen Einkommen 2016 wurden zahlreiche weitere spannende Projekte vorgestellt.

An der 40. Agrarökonomie-Tagung vom 3. Oktober 2017 wurden die Buchhaltungsergebnisse 2016 der landwirtschaftlichen Betriebe vorgestellt (siehe hier). Erstmals wurden auch die Schätzungen für das Jahr 2017 vom Bundesamt für Statistik aufgezeigt. Die Schweizer Landwirtschaft dürfte 2017 erneut eine Bruttowertschöpfung von 4 Milliarden Franken generieren, was einem leichten Anstieg von 0.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während die Obstanlagen und die Reben Frostschäden erlitten, fallen die Ernten im Ackerbau deutlich besser aus als 2016. Die tierische Produktion und die Produktionskosten bleiben stabil. Diese ersten Schätzungen für das laufende Jahr beruhen auf der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung, die das Bundesamt für Statistik (BFS) erarbeitet.

Danach stellte Katja Heitkämper, wissenschaftliche Mitarbeiterin Agroscope, die Integration der Hauswirtschaft in den Arbeitsvoranschlag vor. Erste Analysen zeigten, dass Hauswirtschaft einen grossen Arbeitsaufwand mit sich bringt. Die Heterogenität innerhalb der befragten ist aber gross. Mit der Integration werden die Arbeiten planbar und die Betriebsleiterpaare sehen schnell, wo optimiert werden kann. Das Projekt läuft noch bis im Dezember 2017. Am 14. und 28. November 2017 werden bereits erste Kurse zum «neuen Tänikoner Arbeitsanschlag» angeboten.

Stefan Mann von Agroscope stellte eine Arbeit zur Frage «Ernährt die Schweiz ihre Bevölkerung vor». Die Ergebnisse zeigen, dass unter optimaler Nutzung der Fruchtfolgeflächen die Bevölkerung mit rund 2340 Kalorien pro Person und Tag versorgt werden kann. 2300 Kalorien entsprechen dem durchschnittlichen Minimalbedarf. Um die 2340 kcal/P./Tag zu erreichen, muss die Ressource Boden aber in ihrer vorgesehenen Qualität und Quantität vorhanden bzw. erhalten bleiben. Ebenfalls ist Food Waste nicht berücksichtigt und Saatgut für Rüben und Raps müssen weiterhin importiert werden.

Am Nachmittag der Tagung stand das Berggebiet im Fokus. Ein Beitrag dazu erschien soeben in der Oktober-Ausgabe der UFA-Revue (siehe unten). Das Thema «Einfluss der Milchleistung auf das Einkommen» wird in der November-Ausgabe der UFA-Revue erscheinen.

  • Autor/Redaktor
  • Gabriela Küng
  • Gabriela Küng [gk]
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