UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv2016 25.11.2016 08:34

Agrama 2016 ist eröffnet

Am 24. November öffnete die Agrama, die wichtigste Schweizer Fachmesse für Land- und Forstwirtschaft, auf dem Areal der Bernexpo ihre Tore. Während fünf Tagen, vom 24. bis zum 28. November 2016, stellen gut 260 Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen für die Schweizer Landwirtschaft aus.
  • (zvg)

Die vom Schweizerischen Landmaschinen-Verband (SLV) organisierte Agrama findet alle zwei Jahre statt. Sie ist Branchentreffpunkt und wichtigste Informationsplattform für Investitionsentscheide der Schweizer Landwirte. Die Ausstellungsfläche ist mit rund 59‘000 m² im Vergleich zur Agrama 2014 erneut gewachsen.

An der Agrama 2016 zu sehen sind die neusten Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Beregnung/Bewässerung, Bodenbearbeitung, Düngung, Erntetechnik, Feld- und Wegpflege, Forstmaschinen und -geräte, Futtererntetechnik, Hangmechanisierung, Hilfsgeräte und Hilfsmittel, Hofeinrichtungen, Melktechnik, Pflanzenschutz, Saat und Pflege, Stalleinrichtungen, Traktoren, Transport und Umschlag, landwirtschaftliche Finanzdienstleistungen und die landwirtschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften. Dem Themenbereich «Wald und Holz» wird an der Agrama 2016 erstmals deutlich mehr Platz eingeräumt.

Investitionen haben ihren Preis
Nationalrat Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands, wies in seinem Referat an der Eröffnungsfeier vom 24. November 2016 darauf hin, dass sich die Landmaschinenbranche dank viel Innovationskraft in den letzten Jahren stark gewandelt habe. Neben einer vielfältigen Mechanisierung seien die Bauern aber auch auf eine gute, zuverlässige Beratung sowie eine allzeitige Servicebereitschaft angewiesen. Gerade in intensiven Arbeitsphasen sei es von grosser Bedeutung, dass allfällige Ausfälle rasch behoben und die Arbeit so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden könne. Im Weiteren wies Ritter darauf hin, dass die Schweizer Landwirtschaft grundsätzlich auf eine enge Verbundenheit mit allen nach- und vorgelagerten Bereichen angewiesen sei. Nur wenn die Schweizer Bäuerinnen und Bauern angemessen für ihre Arbeit entlöhnt würden, könnten sie auch wieder dauerhaft in Maschinen und Gebäude investieren. «So schliesst sich der Kreis», sagte Ritter an der Eröffnungsfeier in Bern.

Digitalisierung in der Landwirtschaft als Notwendigkeit
Jürg Minger, Präsident des Schweizerischen Landmaschinen-Verbands, ging in seiner Eröffnungsansprache in erster Linie auf die Digitalisierung in der Landwirtschaft ein. Im Stall hätten Melkroboter und Sonden bereits Einzug gehalten und auch bei der Feldarbeit würden in Zukunft vermehrt Drohnen und Roboter, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, die Arbeit übernehmen. Neben der «intelligenten Küche» werde es durch eine Vernetzung von Daten und Geräten bald auch den intelligenten Landwirtschaftsbetrieb geben. An autonom arbeitenden Landmaschinen werde derzeit überall auf der Welt mit Hochdruck geforscht. Diese Entwicklung dürfe allerdings nicht als Risiko gesehen werden, im Gegenteil, so Minger: «Präzise Informationen über landwirtschaftliche Nutzflächen und Klimadaten werden zu einem noch schonenderen Einsatz von Ressourcen und zu einer noch höheren Produktivität führen». Dies senke auf lange Sicht die Produktionskosten in der Landwirtschaft und nutze der Umwelt. Ohnehin sei eine Produktivitätssteigerung durch Smart Farming in Zukunft nötig, da trotz begrenzt zur Verfügung stehender Fläche und bei zunehmend schwierigen klimatischen Bedingungen weltweit immer mehr Menschen – im Jahr 2050 voraussichtlich bereits neun Milliarden – ernährt werden müssten. Landwirte, davon ist Minger überzeugt, werde es aber auch in Zukunft geben und brauchen. Sie führten ihre Betriebe einfach über elektronische Hilfsmittel.

Quelle: SLV
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