UFA REVUEUFA-Revue: Die Nummer 1 der Schweizer BauernDetailseitenMaster

Nutztiere 19.01.2016 08:16

Bis aufs letzte Gen analysiert

Fettanteil, Grösse, Fleischleistung – diese Merkmale stehen im Mittelpunkt der Schweinezüchtung. Beeinflusst werden sie vor allem durch die Gene der Tiere. Die Universität Hohenheim analysiert in einem umfassenden Projekt das Erbgut von Schweinen.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim wollen herausfinden, welches Gen ursächlich für welche Wirkung verantwortlich ist. Gemeinsam mit Kollegen der Universität Kiel analysieren sie dazu das Erbgut von 3.500 Schweinen. "Auf lange Sicht soll unsere Arbeit die Grundlage für wesentlich präzisere Schweinezüchtung bilden", erklärt Prof. Dr. Jörn Bennewitz von der Universität Hohenheim. Sie möchten herausfinden, welches Gen im Einzelnen für welche Eigenschaft verantwortlich ist und seine Position auf der DNA bestimmen.

Bei 20 Tieren werden sämtliche Gene, die für bestimmte Merkmale verantwortlich sind. Normalerweise werden für die Genomische Selektion rund 60‘000 solcher Merkmale begutachtet, beim Forschungsprojekt sind es aber rund 5,5 Mio. solcher sogenannter Marker.

Früher hat man aus den Eigenschaften eines Tieres und seiner Nachkommen geschlossen, wie wertvoll ein Tier für die Zucht ist. Heute kann die sogenannte Genomische Selektion diesen Prozess beschleunigen: Bei der Methode schließt man aus den gesamten Erbanlagen eines Tieres auf seinen Zuchtwert, was bereits bei Ferkeln möglich ist.

Quelle: Pressemitteilung Universität Hohenheim
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
    Redaktorin
    Email
Zurück zur Übersicht