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Verschiedenes 19.06.2017 07:32

Daniel Fässler wird Präsident von WaldSchweiz

Ab Juli 2017 übernimmt der Appenzeller Nationalrat und Landammann Daniel Fässler das Präsidium von WaldSchweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Mit Kooperationen und Werbung für Schweizer Holz versuchen die Waldeigentümer, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.
  • Der scheidende Präsident Max Binder (links) mit dem neuen Präsidenten Dr. Daniel Fässler. Bild: WaldSchweiz

Die diesjährige Delegiertenversammlung von WaldSchweiz am 16. Juni in Illnau ZH stand im Zeichen des Präsidentenwechsels. Ab Juli übernimmt Dr. Daniel Fässler, Nationalrat und Landammann von Appenzell Innerrhoden, das Präsidium von alt Nationalrat Max Binder. Der scheidende Präsident, der den Waldeigentümerverband seit dem Jahr 2000 geführt hatte, wurde herzlich verabschiedet. Seine grosse politische Erfahrung und Vernetzung, aber auch sein Praxisbezug als Landwirt mit eigenem Wald, waren für den Verband wertvoll; er führte diesen mit viel Herzblut, Fingerspitzengefühl und dem Blick fürs Ganze. In seine Amtszeit fielen zwei Vorlagen zur Revision des Waldgesetzes, das internationale Jahr des Waldes (2011), die Einführung des Herkunftszeichens Schweizer Holz, der Frankenschock, aber auch der gemeinsame Neuauftritt des Verbandes mit allen Kantonalverbänden.

Auch der neue Präsident ist ein «Hölziger»: Daniel Fässler ist im Sägereibetrieb seiner Familie aufgewachsen und selbst Waldeigentümer. Im Nationalrat hat er sich bereits mehrfach mit Enthusiasmus für die Interessen der Wald- und Holzwirtschaft eingesetzt, so zum Beispiel bei der Revision des Waldgesetzes und bei der Ausarbeitung der Energiestrategie 2050. Zurzeit ist der CVP-Politiker «Regierender Landammann» des Kantons Appenzell Innerrhoden und dort Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements.

Waldeigentümer helfen sich selbst
Der Schweizer Forstwirtschaft geht es wirtschaftlich nicht gut. Seit Jahren verharren die Holzpreise auf tiefem Niveau, sodass sie die verhältnismässig hohen Erntekosten nicht überall zu decken vermögen. Die Forstbetriebe sind deshalb bestrebt, die Holzerei mit modernen Geräten und Arbeitsverfahren möglichst effizient zu gestalten oder durch spezialisierte Forstunternehmer ausführen zu lassen. Ausserdem versuchen sie, kostentreibende Strukturen und schwerfällige Organisationsabläufe zu optimieren. Hier setzt das Projekt «Kooperationen - zäme zum Wald luege» von WaldSchweiz an. In einer landesweiten Veranstaltungsreihe werden den «grossen und kleinen» Waldeigentümern Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie die Zusammenarbeit in der Waldbewirtschaftung verbessern können.

Schweizer Holz, nachhaltig und nachgefragt
Ebenfalls im Sinne der Selbsthilfe beteiligen sich die Waldeigentümer engagiert an den Marketingaktivitäten für den verbesserten Absatz von Schweizer Holz. Denn der Holzverkauf ist nach wie vor der Motor der Waldwirtschaft und Voraussetzung dafür, dass der Wald fit und gesund erhalten wird. Das Herkunftszeichen Schweizer Holz (HSH) wird von den Forstbetrieben flächendeckend angewandt. Es ist gleichzeitig auch ein Nachhaltigkeitsnachweis, denn in der Schweiz wird nie mehr Holz geerntet als nachwächst. Die hiesigen Gesetze und Vorschriften zählen weltweit zu den strengsten; sie garantieren höchste ökologische Standards. Die laufende, vom Bund unterstützte Kampagne «#Woodvetia – Aktion für mehr Schweizer Holz» soll die Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten nach heimischem Holz steigern; sie weckt auch innerhalb der Wald- und Holzbranche Begeisterung und Hoffnung.

Quelle: WaldSchweiz
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