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Archiv2015 16.03.2016 07:47

EU-Agrarminister reagieren auf Milchkrise

Die EU-Agrarminister haben am 14. März in Brüssel Massnahmen beschlossen, die den Milchmarkt entlasten sollten. Das European Milk Board (EMB) begrüsst diesen Entscheid, jedoch sei er nicht ausreichend um langfristig etwas zu verändern.

In Brüssel wurde entschieden, dass eine freiwillige, temporäre Milchmengensteuerung auf Ebene der Produzentenorganisationen und Genossenschaften zugelassen wird. Damit dürfen Erzeugerorganisationen, Branchenorganisationen und Genossenschaften die Höhe der Milchproduktion steuern. Laut European Milk Board zeige diese Massnahme auf, dass die Politik verstanden habe, dass sich die Milchbranche in einer grösseren Krise befindet.

Der EMB befürchtet jedoch, dass diese punktuell angewandten Produktionsverzichte die angespannte Situation im Milchmarkt nicht auffangen können: «Das Problem ist hier, dass die Mengensteuerung nicht zentral auf EU-Ebene koordiniert wird, wodurch es auch keine Entlastung des gesamten Marktes geben kann. Ausserdem fehlt eine Mengendeckelung für alle Erzeuger während der Laufzeit des freiwilligen Lieferverzichts. Resultat wird sein, dass die positive Wirkung der durch den Lieferverzicht reduzierten Mengen sofort aufgrund der Mehrproduktion anderer Erzeuger aufgehoben wird.»

Quelle: European Milk Board
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
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