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Archiv2015 10.03.2016 08:24

Bienenvergiftungen durch Falschanwendung von Neonicotinoide

Die Pflanzenschutzmittel der Kategorie Neonicotinoide sind die häufigste Vergiftungsursache bei Schweizer Bienen. Die meisten Schäden entstehen durch eine Falschanwendung.
  • Akute Bienenvergiftung (Bild: apiservice)
  • vergiftete Biene (Bild: apiservice)

Im vergangenen Jahr wurden dem Bienengesundheitsdienst insgesamt 17 Verdachtsfälle von akuten Vergiftungen gemeldet. In zehn von ihnen konnte eine Vergiftung nachgewiesen werden. Neun der nachgewiesenen Vergiftungen wurden durch Neonicotinoide verursacht. Wobei in sechs Fällen die Gebrauchsanweisung nicht exakt befolgt wurde, also eine Falschanwendung zugrunde lag.

Bienen können sich durch den Kontakt mit bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln vergiften. Der Imker erkennt die akuten Fälle am massenhaften Sterben seiner Bienen. Leichtere Vergiftungen sind von Auge kaum festzustellen und bleiben meist unentdeckt. Die tatsächliche Anzahl Bienenvergiftungen liegt daher deutlich höher als die gemeldeten Verdachte. «Die Gefahr mit einem Pestizid in Kontakt zu kommen, ist für die Bienen dann am grössten, wenn in der Landwirtschaft am meisten Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen», erklärt Benjamin Dainat vom Bienengesundheitsdienst: «Diese Zeit startet in der Regel Ende April. In diesem Jahr rechnen wir wegen dem sehr milden Winter bereits Ende März mit den ersten Vergiftungsmeldungen.»

Quelle: apiservice
  • Autor/Redaktor
  • Verena Säle [vs]
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