UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv2015 12.11.2015 08:58

Frühkartoffelkonzept 2016 verabschiedet

Um auch im nächsten Jahr eine möglichst bedarfsgerechte Anbauplanung im Bereich der neuerntigen Kartoffeln zu ermöglichen, haben die Vertreter von Produktion und Handel das Frühkartoffelkonzept 2016 verabschiedet. Das Konzept bleibt zum Vorjahr unverändert, der Schwerpunkt liegt auf einer möglichst frühen Marktversorgung mit vorwiegend schalenfesten, neuerntigen Kartoffeln.

Die volle Versorgung des Marktes mit schalenfesten, inländischen festkochenden Kartoffeln (grüne Linie) während der Übergangsphase von Lagerkartoffeln zu den neuerntigen inländischen Kartoffeln stellt die Branche jedes Jahr vor eine grosse Herausforderung. Wertvolle Informationen, um diesen Balanceakt besser meistern zu können, liefert das Meldewesen der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen, kurz SZG. Der Informationsabtausch ist auch dieses Jahr dank der professionellen Planung und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit positiv über die Bühne gegangen.

Schalenlose Ware als Spezialität
Schalenlose Frühkartoffeln der Sorten Lady Christl und Agata wurden auch dieses Jahr bei den Grossverteilern als Spezialität vermarktet. Das hat sich bewährt und soll so weitergeführt werden. Das Marktpotenzial ist jedoch sehr beschränkt. Die beiden Sorten sollen anschliessend so rasch wie möglich und bis im Juli weiterhin in vorwiegend schalenfester Qualität in der braunen Verpackung angeboten werden.

Frühe Sorten in frühen Gebieten
Damit der Markt möglichst früh mit Schweizer Frühkartoffeln bedient werden kann, ist es wichtig, dass in den frühen Gebieten auch frühreife Kartoffelsorten angebaut werden. Das Meldesystem mit der mehrmaligen Erhebung der krautvernichteten Frühkartoffelflächen liefert wichtige Informationen über das wöchentlich zu erwartende Angebot an Frühkartoffeln. Die Frühkartoffelproduzenten werden gebeten, auch im 2016 ihre Meldungen zuverlässig und fristgerecht einzureichen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag an die Frühkartoffelkampagne.

Bio-Frühkartoffeln
Das Konzept hat sich auch bei den Bio-Kartoffeln bewährt. Die Sortenverteilung, wie auch die Anbaufläche soll für nächstes Jahr beibehalten werden.

Anbauplanung mit dem Abnehmer zwingend nötig
Eine genaue Absprache zwischen Produzenten und Abnehmern ist die Grundlage für einen auf den Bedarf ausgerichteten Frühkartoffelanbau. Die Sortenverteilung sowie die Anbaufläche soll für 2016 grundsätzlich beibehalten werden. Die Produzenten sind aufgerufen, die Frühkartoffeln nur in Absprache mit dem Abnehmer anzubauen.

Über den detaillierten Ablauf der Frühkartoffelkampagne informiert swisspatat wieder vor Kampagnen- Beginn im Frühling 2016.

Quelle: swisspatat
  • Autor/Redaktor
  • Gael Monnerat [mg]

    Email
Zurück zur Übersicht