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Archiv2015 20.09.2016 15:26

Genossenschaften garantieren die Schaffung sinnhaltiger Arbeitsplätze

Den Genossenschaften gehört die Zukunft. Dies ist das Fazit der Internationalen Genossenschaftswissenschaftlichen Tagung (IGT) an der sich die fenaco aktiv beteiligte.
  • Bundesrat Ueli Maurer war an der Eröffnungsveranstaltung am 15. September ebenfalls mit dabei.
  • Martin Keller (r.) am Eröffnungspanel zum Tagungsthema «Identität und Wachstum».
  • Daniel Bischof referiert über mögliche neue Märkte für Genossenschaften wie die fenaco.
  • Auch im Publikum fand eine angeregte Diskussion statt: Im Bild (Mitte) Viktor Amrhyn, Geschäftsführer der LANDI Sursee.

Über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich vom 14. bis 16. September 2016 in Luzern an der IGT mit Fragen zum Genossenschaftswesen. Eine der Hauptsponsoren des dreitägigen Events war die fenaco. Sie wurde vom Verwaltungspräsidenten Pierre-André Geiser und von mehreren Geschäftsleitungsmitglieder der fenaco und der LANDI vertreten. So nahm Martin Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der fenaco, an mehreren Veranstaltungen teil und betonte die Wichtigkeit von Genossenschaften in seinen Botschaften. 

Bundesrat Ueli Maurer zeigte sich in seiner Eröffnungsrede als Anhänger der Genossenschaftsidee. «Sie ist ein perfektes Modell für die Wirtschaft und den Staat», meinte er. «Unsere Gesellschaft hat Zukunft, wenn sie die liberalen Grundwerte der Genossenschaft lebt, wenn wir unsere Probleme selbst und gemeinsam lösen.»

Daniel Bischof, Leiter der Departements Energie, erklärte am Beispiel des Tochterunternehmens Solvatec die Bedeutung neuer Märkte für Genossenschaften. Josef Sommer, Leiter Division LANDI, zeigte an einem Diskussionspanel auf, was für eine wichtige Rolle Genossenschaften wie die fenaco für die Identität und den Zusammenhalt von kleineren Gemeinschaften spielen. Daniel Zurlinden, Leiter Division Finanzen, und Viktor Amrhyn, Geschäftsführer der LANDI Sursee, erläuterten in ihren Vorträgen die Vorteile und Nutzen von Genossenschaften.

Organisiert wurde die IGT unter anderem von der IG Genossenschaftsunternehmen (IGG). Deren Präsident, Werner Beyer, setzte sich für eine Stärkung der Genossenschaften ein: «Fünf Schweizer Unternehmen in der Rechtsform der Genossenschaft haben 2010 die IGG gegründet. Ein wichtiges Ziel ist es, die Idee und die Merkmale der Genossenschaft in der unternehmerischen Tätigkeit von Menschen in unserem Land wieder stärker zu etablieren.» 

Der Genossenschaftsgedanke ist in der Schweizer Bevölkerung nach wie vor stark verankert. Gemäss einer repräsentativen Umfrage verbinden 91 Prozent der Bevölkerung positive Assoziationen mit dem Begriff «Genossenschaft». Dennoch bleibe die öffentliche Wahrnehmung von Genossenschaften weit hinter ihrer weltweiten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung zurück, wurde an der Tagung festgestellt. Dies, obwohl über 800 Millionen Menschen in mehr als hundert Ländern Mitglieder von Genossenschaften sind und Genossenschaften fast alle grundlegenden Lebensbereiche durchdringen.

  • Autor/Redaktor
  • Markus Röösli [roe]

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