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Archiv2016 17.11.2016 14:50

Hosberg AG gewinnt Grand Prix Bio Suisse

Der diesjährige Grand Prix Bio Suisse geht an die Hosberg AG. Der Knospe-zertifizierte Bioeier-Betrieb in Rüti (ZH) setzt auf die Aufzucht von Bruderhähnen. Sein Projekt «henne & hahn» ist ein innovativer Ansatz, das Töten von männlichen Küken zu vermeiden. Der Förderpreis ist mit 10‘000 Franken dotiert.
  • Familie Reinhard von der hosberg AG, Gewinner des Grand Prix Bio Suisse 2016.  (zvg)

Die Jury zeichnet mit «henne & hahn» der Hosberg AG ein Projekt aus, das sich einem in der Branche sehr aktuellen Thema annimmt – dem Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht. Bei den Eiern unter dem Label «henne & hahn» werden die männlichen Küken nach dem Schlupf nicht getötet. Die Jungtiere werden nach Bio Suisse Richtlinien unter artgerechten Bedingungen gross gezogen und gelangen als ganze Tiere, Teilstücke sowie Charcuterie-Produkte in den Verkauf.

Rund fünf Jahre hat die Schweizer Marktführerin im Handel mit Bioeiern an einer wirtschaftlichen Mast der sogenannten Bruderhähne geforscht. Ende 2015 wurde die Tochterfirma Gallina Bio AG gegründet, die mit Knospe-Produzenten zusammenarbeitet. Ihr Projekt «henne & hahn» zeigt eine Möglichkeit, das Töten von männlichen Küken zu vermeiden.

Die Schweizer Bioeierbranche befasst sich derzeit intensiv mit der Frage, was mit den männlichen Küken passieren soll. Auf Initiative von Bio Suisse traf sich die Branche im August dieses Jahres zu einem Runden Tisch. Dabei war man sich einig, dass künftig keine Küken mehr zwecklos getötet werden sollen. Das Ziel, dies bis Anfang 2019 zu erreichen, stuft die Branche als sehr ehrgeizig ein.

Neben der Mast männlicher Legehybriden (Bruderhahn) diskutiert die Bioeierbranche aktuell zwei weitere mögliche Szenarien, wie das Töten der männlichen Küken von Legehennen vermieden werden kann:

  • Geschlechtsbestimmung im Ei (In-Ovo-Erkennung), so dass männliche Eier nicht mehr ausgebrütet werden
  • Zweinutzungshuhn
Quelle: Bio Suisse
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