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Archiv2015 25.11.2015 16:06

Kartoffelproduzenten erhalten 1 Mio. Fr. vorzeitig

Der Bedarf an Kartoffeln in der Schweiz wird die diesjährige Kartoffelernte nicht decken können. Die Lagerqualität ist aber gut und die fenaco erachtet die Risiken von Qualitätsmängeln an Lager als gering. Deshalb zahlt sie den Rückbehalt für mögliche Qualitätsmängel von 5.- Fr./100 kg bereits Ende November aus.

Der Lagerbestand von Frischkartoffeln lag Ende Oktober 2015 gemäss swisspatat bei zirka 54‘000 t. Diese Menge könne nur etwa 70% des mutmasslichen Inlandbedarfs abdecken, erläutert Jörg Schär, Verantwortlicher für die Frischkartoffeln bei der fenaco.

Die Qualität ist aber dank den meist idealen Wetterbedingungen gut. Aufgrund dessen und der Aussicht auf eine kürzere Vermarktungsperiode hat die fenaco entschieden, den Rückbehalt für mögliche qualitative Mängel bei den Frischkartoffeln frühzeitig aufzulösen und die 5.- Fr./100 kg bereits Ende November auszuzahlen und übernimmt damit sämtliche Qualitätsrisiken. Die fenaco lagere über 20‘000 t, dies ergäbe eine Summe von mehr als einer Million Franken, die die Bauern bereits in diesem Jahr und nicht erst im Frühling erhalten, erläutert Schär. Die Massnahme erfolge aus Kulanz und als Anerkennung für die Leistungen der Kartoffelproduzenten, sei aber auf die Ernte 2015 beschränkt.

Quelle: D. Grossenbacher, Schweizer Bauer
  • Autor/Redaktor
  • Gabriela Küng
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