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Nutztiere 24.03.2016 11:29

Kälber optimal versorgen

Eine Studie in Deutschland zeigt auf, dass besonders die Geburtsversorgung mit Kolostralmilch und eine ad libitum Milch-Versorgung in den ersten Lebenswochen für die Kälber von grossem Vorteil sind.

Ähnlich wie Babys bekommen Kälbchen in einem Forschungsprojekt der Universität Rostock und des Gutes Dummerstorf mehrmals am Tag Milch. So viel sie wollen. «Die Kälberaufzucht in den ersten zwei Wochen ist die sensibelste Phase in der gesamten Jungviehaufzucht. Kälber, die in den ersten beiden Lebensmonaten krank waren, haben oftmals ein schlechter entwickeltes Organsystem und sind später weniger leistungsfähig als gesunde Kälber. Besonders Durchfallerkrankungen schwächen das Immunsystem», sagt Petra Wolf, Professorin für Ernährungsphysiologie und Tierernährung an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock.

«Werden die Kälbchen gleich nach der Geburt ausreichend mit Milch versorgt, haben sie weniger Durchfall, sind vitaler, fühlen sich wohler. Und es sind später die Kühe, die widerstandsfähig sind und mehr Milch geben», sagt Petra Wolf. Die Wissenschaftlerin beruft sich auf erste Untersuchungen von Forschern aus Zürich und Schleswig Holstein, die das belegen. Allerdings wurde den Jungtieren die Milch einmal, maximal zweimal am Tag, dann jedoch in grosser Menge angeboten.

Quelle: Wolfgang Thiel, Informationsdienst Wissenschaft
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  • Sandra Frei [fs]
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