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Archiv2015 11.12.2015 08:30

Lebendimpfstoff den Kälbern tief in die Nase spritzen

Erkrankungen der Atemwege gehören zu den bedeutendsten Problemen in Kälberställen. Impfen allein löst kein Bestandesproblem, kann jedoch einem Problem die «Spitze» nehmen.

Lebendimpfstoffe führen in der Regel zu einer stärkeren Immunreaktion als inaktivierte Impfstoffe. Der Lebendimpfstoff wird gesunden Kälbern ab einem Alter von einer Woche mit Hilfe eines intranasalen Applikators in die Nase gespritzt.

Wichtig ist, sich über die korrekte Anwendung des Lebendimpfstoffs beim Tierarzt zu informieren. Der Impfstoff muss tief in der Nasenhöhle platziert werden. Ansonsten ist die Wirkung beschränkt, betonte Tierarzt Beat Berchtold an den UFA-Kälbermasttagungen, die zwischen Oktober und Dezember in verschiedenen Regionen stattfanden (heute in Sumiswald).

Der Beginn des Impfschutzes ist für das Bovine Respiratorische Synzytialvirus (BRSV) nach fünf Tagen und für das Bovine Parainfluenza 3 (PI3)-Virus nach zehn Tagen nach der Impfung zu erwarten. Ausserdem wird bei befallenen Kälbern eine Reduktion der ausgeschiedenen BRSV-Virus- Menge fünf Tage nach der Impfung beobachtet. Die Dauer des Schutzes nach einmaliger Anwendung beträgt mindestens zwölf Wochen. 

Bei gehäuften Problemen in den ersten 14 Lebenstagen kann sich auch eine Mutterschutzimpfung lohnen.

  • Autor/Redaktor
  • Matthias Roggli [mr]

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