UFA REVUEUFA-Revue: Die Nummer 1 der Schweizer BauernDetailseitenMaster

Archiv2015 23.03.2016 09:55

Leichter Rückgang beim Fleischkonsum

Im Jahr 2015 hat die Schweizer Bevölkerung pro Kopf 51.35 kg Fleisch konsumiert, dies entspricht einem Rückgang von zwei Prozent. Insgesamt wurden 2015 431‘852 Tonnen Fleisch gegessen.

Ein wesentlicher Grund für den statistischen Konsumrückgang ist der Einkaufstourismus von Privatpersonen ins benachbarte Ausland, welcher im Lebensmittelbereich gemäss der Studie «Auslandeinkäufe 2015» von GfK Switzerland gegenüber 2013 erneut um 5,7% zunahm, in der Konsumberechnung aber nicht berücksichtigt werden kann.

Erneut Spitzenplätze für Schweinefleisch und Geflügel
Die Konsumzahlen entwickelten sich bei den verschiedenen Fleischarten recht unterschiedlich. Am beliebtesten war nach wie vor das Schweinefleisch. Die Konsummenge ging zwar um 2,5% zurück, Schweinefleisch machte aber trotzdem noch fast die Hälfte des gesamten Fleischkonsums aus. Prozentual am meisten zulegen konnte das Fleisch von Ziegen, Schafen und Wild – mengenmässig allerdings auf tiefem Niveau – während das Geflügelfleisch mit einer Zunahme um 2,7% erstmals die 100‘000-Tonnen-Grenze überschritt und mit einem Pro-Kopf-Konsum von 12,08 kg den Vorsprung auf das drittplatzierte Rindfleisch (11,24 kg, -1,9%) ausbauen konnte. Deutliche Verlierer waren erneut das Pferdefleisch mit -6% und das Kalbfleisch mit -3,8% (Gesamtmenge, Verkaufsgewicht).
Vier Fünftel stammen aus der Schweiz
Der Inlandanteil am insgesamt konsumierten Fleisch blieb mit 80% praktisch auf dem Vorjahresniveau (+0,5%). Insgesamt wurde in der Schweiz mit 345‘642 t zwar etwas weniger Fleisch produziert als 2014 (-0,1%), aufgrund von mehrheitlich rückläufigen Importzahlen – beim Schweinefleisch beispielsweise um rund ein Drittel – konnten die Inlandanteile bei den meisten Fleischarten gehalten werden oder stiegen sogar leicht an.
Mengenmässig am stärksten zurück ging die einheimische Kalbfleischproduktion, sie betrug noch 22‘700 t. Damit konnte die wegen des rückläufigen Konsums drohende Überproduktion verhindert und der Inlandanteil bei 97,4% stabilisiert werden. Kalbfleisch geniesst in der Bevölkerung zwar ein hohes Image bezüglich Qualität und Bekömmlichkeit, als eher hoch wird aber der Preis dieses einkommenssensitiven Premiumproduktes beurteilt. Zudem besteht eine starke Korrelation zwischen Kalbfleisch und Geflügelfleisch.

Quelle: Proviande
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
    Redaktorin
    Email
Zurück zur Übersicht