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Landtechnik 08.11.2017 16:49

Lindner stellt stufenlosen Lintrac 110 vor

Herzstück ist das Getriebe TMT 11 – darüber hinaus ist der Lintrac mit dem TracLink-Pilot kompatibel und damit für das Zeitalter des autonomen Fahrens gerüstet – Produktionsstart im Sommer 2018 – Lindner will neue Märkte in Angriff nehmen

Das Tiroler Familienunternehmen Lindner baut seine Lintrac-Serie aus. Nach dem Lintrac 90 kommt jetzt der Lintrac 110. «Wir liefern damit einen kompakten, wendigen und stufenlosen Traktor für die Berg- und Grünlandwirtschaft, den Weinbau, den Forst und den Kommunalbereich», erklärt Geschäftsführer Hermann Lindner. Das höchstzulässige Gesamtgewicht liegt bei acht Tonnen, die Nutzlast bei rund 3.5 Tonnen. «Damit ist der kompakte Lintrac 110 für überbetriebliche Arbeiten massgeschneidert. Einsatzprofis können mit grösseren Anbaugeräten arbeiten, zum Beispiel mit Ballenpressen.»

Dank LDrive ist der Lintrac 110 besonders einfach zu bedienen. Mit der Vorserie startet Lindner im Juni 2018. Die Serienproduktion der Agrar- und der Kommunalversion beginnt im Sommer 2018.

Kernmärkte stärken, neue Länder in Angriff nehmen
Mit dem neuen Lintrac will Lindner die Kernmärkte stärken und neue Exportgebiete bearbeiten. «Die Stufenlostechnologie wird uns bei Einsatzprofis in unseren Kernmärkten Österreich, Deutschland oder Frankreich helfen. Darüber hinaus sind wir für neue Märkte gerüstet. Der Exportfokus liegt unter anderem auf Skandinavien, Grossbritannien und Irland», erläutert Exportleiter David Lindner. Die Exportquote des Tiroler Familienunternehmens beläuft sich aktuell auf mehr als 50 Prozent. Im österreichischen Ranking der Standardtraktoren belegt Lindner in den ersten acht Monaten 2017 den zweiten Platz.

Autonomes Fahren im Grünland: Selbst ist der Traktor
In der Landwirtschaft werden autonome Fahrfunktionen immer wichtiger, sind sich Fachleute sicher. «Deswegen entwickeln wir gemeinsam mit ZF Friedrichshafen den TracLink-Pilot. Damit ermöglichen wir erstmals hochautomatisierte Fahrfunktionen im Grünland», so Hermann Lindner. Aktuell läuft die intensive Testphase. «Der Lintrac 110 ist so konzipiert, dass er für das autonome Fahren nachgerüstet werden kann, sobald es erlaubt wird.»

Mit der «Copy-und-Paste»-Funktion erlernt der Traktor die gefahrene Route. Nach der ersten Tour ist der Traktor somit in der Lage, die Fläche automatisch und ohne Fahrer zu bearbeiten. Hierbei achtet er dank Personen- und Objekterkennung permanent auf die Sicherheit in seiner Umgebung.

Ein weiteres Beispiel für eine praktische Anwendung ist die «Follow-me»-Funktion, mit der der Traktor selbstständig einem vorausfahrenden Schlepper folgt. Werden beide Fahrzeuge mit unterschiedlichen Geräten ausgestattet, lassen sich dadurch beispielsweise zwei Arbeitsschritte in einer Route zusammenfassen.

Ausserdem erkennt der Traktor Gefahrenquellen automatisch und alarmiert den Fahrer. Hermann Lindner: «Das verhindert Unfälle und erhöht die Sicherheit.»

Quelle: Lindner
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  •  Redaktion [RED]

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