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Pflanzenbau 10.08.2017 10:29

Maissilage nicht zu spät ernten

Eine Studie aus Frankreich hat ergeben, dass nur 50 Prozent der Silagen im empfohlenen Erntestadium geerntet wurden, das heisst wenn der Gehalt an Trockensubstanz (TS) 32 bis 35 Prozent beträgt. Seit einigen Jahren weisen auch in der Schweiz die Silagen einen zu hohen TS-Gehalt auf, dies insbesondere in Versuchsnetzen.

Grosse Hitze im August und September beschleunigt den Reifeprozess extrem und der TS-Gehalt kann pro Tag um mehr als einen Prozentpunkt steigen, was man den Pflanzen nicht ansieht. In der Tat sind manche Sorten noch relativ grün (Stay Green), obwohl der TS-Gehalt bereits sein Optimum erreicht hat. Dies in Kombination mit anderen, betriebsbedingten Einschränkungen kann die oben beschriebene Feststellung erklären. Analysen der französischen Genossenschaftsgruppe Limagrain haben ergeben, dass die Faserverdaulichkeit mit zunehmender Reife abnimmt, insbesondere ab einem TS-Gehalt von 35 Prozent. Konkret bedeutet dies, dass bei einem Prozentpunkt TS-Gehalt mehr die Faserverdaulichkeit um 0.4 Prozentpunkte abnimmt. UFA-Samen hat eine Tabelle entwickelt, mit welcher sich der TS-Gehalt von Mais relativ einfach und schnell bestimmen lässt, um damit eine bestmögliche Futterqualität zu sichern. Der Kolbenanteil, der TS-Gehalt des Kolbens und die Schätzung des TS-Gehalts der Restpflanze liefern wichtige Hinweise auf den TS-Gehalt der Silage. Darüber hinaus ist eine sorgfältige Ernte wichtig, indem die Schnittqualität überprüft wird. Es wird empfohlen, die Schnittlänge mit zunehmendem TS-Gehalt zu reduzieren, um so die Konservierungsfähigkeit des Futters und seine Verdaulichkeit für die Tiere zu verbessern.

Quelle: UFA-Samen
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