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Pflanzenbau 10.10.2017 17:18

Merkblatt «Erdnistende Wildbienen»

Die Organisation wildBee.ch hat neu ein Merkblatt herausgegeben rund um erdnistende Wildbienenarten. Es richtet sich an Landwirte, landwirtschaftliche Beratung, Landschafts- und Naturgärtner, Wildbienenfreunde und weitere Interessierte. Das Merkblatt zeigt auf, dass die grosse Mehrheit der Wildbienen im Boden lebt und wie sie dort ihre Nester anlegen für die kommende Generation Bestäuber.
  • (Bild: wildBee.ch)
  • (Bild: wildBee.ch)

Von den 600 Arten von Wildbienen in der Schweiz sind mindestens 45% bedroht. Erdnistende Wildbienen sind in den letzten Jahren besonders stark zurückgegangen. Sie gelten deshalb als stark bedroht und besonders angewiesen auf Fördermassnahmen. Deshalb hat wildBee.ch im Rahmen ihres neuen Projekts «Wildbestäuberfreundliche Landwirtschaft» als erstes Element ein Merkblatt über die Bodenbrüter erstellt. Denn die vielen aktuellen Angebote zur Förderung des Nahrungsangebots wie Blühstreifen, Brachen etc. können viele Wildbienenarten erst nutzen, wenn sie im näheren Flugradius gleichzeitig auch geeignete Nistplätze finden und vor dem schädlichen Einfluss von Pestiziden geschützt sind. «Mit dem neuen Merkblatt schliessen wir eine wichtige Lücke», freut sich Präsidentin und Projektleiterin Deborah Millett, «denn bisher waren nur wenige Informationen zu diesem wichtigen Thema erhältlich». Da immer mehr Anfragen dazu eingehen, wie man erdnistende Wildbienen fördern kann, wurden im Merkblatt praxiserprobte Erfahrungswerte und Erkenntnisse aus dem Austausch mit Fachleuten und Praktikern zusammengetragen. Mit Erdstrukturen können viele effiziente Wildbienenarten wie Sandbienen, Furchenbienen, Schmalbienen, heimische Hummelarten und weitere Arten nachhaltiger gefördert werden, die sich freiwillig einfinden und langfristig gute Erträge sichern.

Quelle: wildBee.ch
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