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Archiv2015 10.02.2016 13:57

Mit Alaun das Stallklima verbessern

Ammoniak greift die Atemwege an. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Stallluft nicht zu stark mit Ammoniak belastet ist. Alaun, ein säurehaltiges Salz soll dabei helfen, dass das Ammoniak in der Einstreu gebunden wird und nicht in die Stallluft gelangt.

Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Delaware haben in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium den Einsatz von Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) als Mittel zur Behandlung der Einstreu genauer unter die Lupe genommen. Bevor die Tiere aufgestallt werden, wird die Einstreu mit dem sauer wirkenden Alaun behandelt oder es wird den Exkrementen beigemischt.

Wirkung bewiesen
Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Alaun-Behandlung neben der erwünschten und erwarteten Wirkung auf die Stallluft auch einen günstigen Einfluss auf verschiedene Klimafaktoren haben kann. Harnsäure wird normalerweise von Bakterien und Enzymen in Ammoniak und CO2 zerlegt. Wenn man diese Bakterien durch den Einsatz der Alaune hemmt, vermindert sich gleichzeitig auch der Kohlendioxid-Ausstoss aus den Umsetzungsprozessen.

Heizkosten sparen
Zwei Nebeneffekte wirken sich zusätzlich günstig auf Klimafaktoren aus: die Lüftungsanlagen der Ställe können auf einer geringeren Leistung gefahren werden. Das spart Energie und durch die geringere Frischluftzufuhr werden zusätzliche Heizenergie und somit Emissionen eingespart. So trägt der Einsatz von Alaunen auch zur Verminderung klimaschädlicher Faktoren bei. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler und haben damit den Fokus dieser Anwendung über die reine Tiergesundheit um den Aspekt des Klimaschutzes erweitert.

Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
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