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Verschiedenes 30.01.2017 07:52

Mit Technik gegen Food Waste

Über 300'000 Tonnen Lebensmittelabfälle könnten in der Nahrungsmittelindustrie verhindert werden. Entscheidend ist die Technik. Das zeigt eine Studie des Bundes.

In der Nahrungsmittelindustrie fallen jährlich 500'000 Tonnen Lebensmittelverluste an. Davon sind 125‘000 Tonnen nicht geniessbare Bestandteile wie Knochen oder Schlachtabfälle. Bei den restlichen 375'000 Tonnen – 14 Prozent der Lebensmittelproduktion – handelt es sich um geniessbare Bestandteile. Das zeigt eine Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu).

Fehlende Absatzmärkte für Nebenprodukte (wie etwa Molke oder Kleie), aber auch die Verarbeitungstechnik seien die Hauptursachen, dass viele geniessbaren Bestandteile zu Food Waste werden, teilt das Bafu mit. Die Technik habe ein grosses Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

Der Hauptanteil (75%) der anfallenden organischen Verluste aus der Lebensmittelindustrie wird an Tiere verfüttert und bleibt somit im Kreislauf der Nahrungsmittelproduktion erhalten. Rund 20% wird zu Biogas verwertet oder als Kompost recycliert. Nur ein geringer Anteil wird in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Verschenkte Ware macht mit weniger als 1% einen marginalen Anteil aus.

Das Bafu stellt diese Studie der Lebensmittelindustrie zur Verfügung und unterstützt zudem die Branchen in der Umsetzung von Massnahmen zur Vermeidung von Food Waste.

Quelle: LID
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