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Management 29.03.2018 11:05

Mutterkuh Schweiz senkt Mitgliederbeiträge

Die Vereinsversammlung von Mutterkuh Schweiz hat am Mittwoch, 28. März 2018, die Mitgliederbeiträge gesenkt. Ueli Schild, Oberhofen TG, und Hanspeter Seifert, Sevelen SG, wurden neu in den Vorstand gewählt.
  • Der neue Vorstand mit der Referentin Anita Idel. Bild: Mutterkuh Schweiz

Der Mitgliederbeitrag pro Mutterkuh wird von zehn auf fünf Franken halbiert. Dies hatte der Vorstand vorgeschlagen und gleichzeitig diverse Tarife per 1. Januar 2018 angepasst. Damit müssen Mitgliederbetriebe, die nicht in die Markenprogramme liefern, künftig deutlich weniger bezahlen. Diese Anpassung soll bei diesen Betrieben die Motivation verstärken, bei Mutterkuh Schweiz Mitglied zu werden. Für die grosse Mehrheit der Mitglieder, die in die sehr attraktiven Markenprogramme liefert, ändert sich insgesamt wenig. Die Perspektiven für die Markenprogramme bleiben erfreulich.

Mutterkuh Schweiz will auch in Zukunft die grosse Mehrheit der Mutterkuhhalter in der Schweiz vereinen. Die Mutterkuhhalter müssen geschlossen auftreten, wenn sie ihre Interessen wirkungsvoll vertreten wollen.

Insgesamt senkt Mutterkuh Schweiz mit der Anpassung der Mitgliederbeiträge und Tarife die budgetierten Einnahmen um 80‘000 Franken. Zusätzlich wird auch der Betrag von 26‘000 Franken an die Mitglieder weitergegeben, der bisher an den Schweizer Bauernverband bezahlt wurde und von diesem neu direkt an die einzelnen Betriebe in Rechnung gestellt wird.

Die Versammlung wählte Ueli Schild, Oberhofen TG, als Nachfolger von Peter Fenner sowie Hanspeter Seifert, Sevelen SG, anstelle von Thomas Butz neu in den Vorstand. Dieter Schmid, Gipf-Oberfrick AG, ersetzt als Revisor Gertrud Wickli.

In der Eröffnungsrede des Präsidenten und den Jahresberichten der Geschäftsstelle, von beef control und der beef.ch wurde über die Tätigkeiten im vergangenen Jahr informiert. Mutterkuh Schweiz zählte per 31. Dezember 2017 5‘643 Mitglieder (+52). Der Verein wächst weiter und Fleisch aus Mutterkuhhaltung bleibt gefragt. Der Umsatz in den Markenprogrammen konnte gesteigert werden. Die Produktegarantien werden durch beef control sichergestellt. Im Herdebuch laufen verschiedene Projekte und an den beef.ch-Anlässen konnten 128‘000 Besucher begrüsst werden.

Als Gastreferentin sprach vor der Versammlung die bekannte deutsche Buchautorin Anita Idel zum Thema: «Die Kuh ist kein Klimakiller.» Idel, die am UN-Weltargrarbericht mitgearbeitet hat und an der Universität Münster lehrt, stellte klar, dass nicht die Kühe für Probleme mit dem Klima verantwortlich sind, sondern der Mensch. Kühe sind für die menschliche Ernährung wichtig, weil sie Gras verdauen können. Zudem fördern sie als Weidetiere das Wurzelwachstum und die Humusbildung. Das wiederum hilft auch dem Klima, denn ein Drittel des weltweit vorhandenen Kohlenstoffs ist in Graslandböden gespeichert.

Quelle: Mutterkuh Schweiz
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