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Archiv2015 20.01.2016 07:09

Nationalratskommission sagt Nein zur Ernährungssicherheit

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats hat sich gegen die Initiative für Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes ausgesprochen.

Die Ernährungssicherheitsinitiative sei überflüssig. Die Forderungen nach Ernährungssicherheit, nachhaltiger Produktion und Kulturlandschutz seien bereits heute im Artikel 104 der Bundesverfassung verankert und auf gesetzlicher Ebene auch umgesetzt, begründet die Kommissionsmehrheit ihren Entscheid. Sie wurde am 19. Januar 2016 mit zehn zu zwölf Stimmen und zwei Enthaltungen zur Ablehnung empfohlen. Die Kommissionsminderheit weist darauf hin, dass der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz über Jahre hinweg gesunken ist, die Landwirtschaft in den kommenden Jahren im Kontext der internationalen Entwicklungen vor enormen Herausforderungen steht und die Perspektiven alles andere als rosig seien.

Die Initianten, der Schweizer Bauernverband, bedauert den Entscheid. Die Anzahl Menschen weltweit ebenso wie in der Schweiz wächst, bei gleichzeitig begrenzten und zum Teil bereits knappen Ressourcen wie Boden und Wasser. Die einheimische Landwirtschaft verliert jedes Jahr grosse Flächen an fruchtbarem Boden, ihr Anteil an der Wertschöpfung nimmt kontinuierlich ab, während die Produktionskosten hoch bleiben und die Einkommen im Verhältnis zu vergleichbaren Branchen deutlich tiefer sind.

Quelle: parlament.ch, SBV
  • Autor/Redaktor
  • Gabriela Küng
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