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Verschiedenes 11.07.2017 08:55

Neue Broschüre: «Ernährungssicherheit dank Inlandproduktion»

Wie steht es um die Lebensmittelversorgung in unserem Land? Wie hoch ist der Anteil der einheimischen Lebensmittel auf meinem Teller? Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) hat zusammen mit der Agence d'information agricole romande (AGIR) den Informationsprospekt «Ernährungssicherheit dank Inlandproduktion» in aktualisierter Form neu herausgegeben.

Fast die Hälfte der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel wird heute importiert. Dass unsere klimatischen Verhältnisse nicht alle Kulturen gedeihen lassen, mag einer der Gründe sein, aber die Ursachen liegen auch woanders. In der Schweiz mangelt es an Ackerland. Dies wiederum ist zurückzuführen auf die Gebirgslandschaften und Waldflächen, aber auch auf die Wohn- und Infrastruktur unseres Landes, die weit über dem internationalen Durchschnitt liegt. Umgerechnet stehen somit jedem Schweizer fünf Aren Kulturland zur Verfügung – d.h. im Vergleich kaum mehr als in Japan, aber siebzehnmal weniger als in Russland, elfmal weniger als in den USA und sechsmal weniger als bei unseren Nachbarn in Frankreich.

Der Netto-Selbstversorgungsgrad (SVG) der Schweiz liegt bei 52% und zählt somit zu den niedrigsten der Welt. Um ihre Bevölkerung ernähren zu können, benötigt die Schweiz im Ausland nochmals die gleiche Nutzfläche, d.h. eine Million Hektar Land. Die Lebensmittel auf unseren Tellern stammen daher fast zur Hälfte aus dem Ausland. Aber hier spielen auch die Konsumgewohnheiten eine wichtige Rolle. Einige Beispiele dafür (jährlicher Pro-Kopf-Verbrauch): 48.1 kg Kartoffeln (SVG 80.8% brutto); 104.6 kg Gemüse (SVG 49.6% brutto); 10.4 kg Geflügelfleisch (SVG 52.3% brutto).

Der handliche Prospekt im Format A5 beinhaltet auf 8 Seiten viele interessante Grafiken und Tabellen zur Situation der Ernährungssicherheit und Inlandproduktion der Schweiz. Kurzum, viel Wissenswertes über ein aktuelles Thema.

Quelle: SALS-Schweiz
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