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Verschiedenes 25.08.2017 13:21

Neue Meister-Diplomierte

Fünf Landwirtinnen, 97 Landwirte und zwei Bäuerinnen aus der Deutschschweiz haben dieses Jahr die Meisterprüfung bestanden und schliessen damit eine intensive, mehrteilige berufliche Weiterbildung ab. An einer würdigen Diplomfeier im Gemeindezentrum Schwanden (GL) konnten sie das Eidgenössische Diplom in Empfang nehmen.
  • Bild: Markus Bühler

Das modulare System der beruflichen Weiterbildung ist modern, praxisorientiert und in der Landwirtschaft konsolidiert. Es erlaubt jungen, motivierten Berufsleuten, ihr Weiterbildungsmenu selber und den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Der Aufbau gewährleistet eine sinnvolle Staffelung von Ausbildung und Prüfungen. Damit werden die Anforderungen einer berufsbegleitenden Weiterbildung in hohem Masse berücksichtigt. Eine Landwirtin/ein Landwirt durchläuft die Weiterbildung in der Regel in zwei Etappen:

1. Etappe: Berufsprüfung, Abschluss mit dem Eidg. Fachausweis Die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter mit Eidg. Fachausweis beherrschen die operative Planung und Führung, sowie die rationelle und effiziente Bewirtschaftung der Produktionszweige und Dienstleistungen eines Betriebs.

2. Etappe: Meisterprüfung, Abschluss mit dem Eidg. Diplom Bei der höheren Fachprüfung geht es um Unternehmer und Unternehmerinnen. Sie sind in der Lage, den Betrieb strategisch und operativ zu führen. Sie analysieren und treffen selbständige Entscheidungen für das Unternehmen. Sie verfügen insbesondere über die Kompetenz für die Weiterentwicklung des Unternehmens mit dem Ziel, dieses nachhaltig zu entwickeln, die Mitarbeitenden des Betriebs und die materiellen Betriebsressourcen optimal einzusetzen und die Produktion auf die Bedürfnisse der Märkte sowie der Nachhaltigkeit auszurichten. Sie führen und entwickeln den Betrieb unter Berücksichtigung des familiären, sozialen, ökonomischen, ökologischen und agrarpolitischen Umfelds.

Zweiter Abschlussjahrgang nach neuer Prüfungsordnung
In den letzten Jahren wurden die Berufs- und Meisterprüfung neu konzipiert. Dabei standen die Stärkung der betriebswirtschaftlichen Kompetenzen (Professionalität), die Anpassung der Bildungsinhalte an die neue Grundbildung, der gesamtschweizerische Zusammenzug der Landwirtschaft und der landw. Spezialberufe sowie die Kombination von Modul- und Schlussprüfungen auf beiden Stufen im Fokus.

2017 schloss der zweite Abschlussjahrgang die Meisterprüfung nach neuem System erfolgreich ab. 104 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen, davon fünf Meisterlandwirtinnen, 97 Meisterlandwirte und zwei diplomierte Bäuerinnen erhielten an der Diplomfeier in Schwanden das Eidgenössische Meisterdiplom. Dies sind zwar etwas weniger als im Vorjahr aber immer noch im Schnitt der letzten Jahre. Die jährlichen Schwankungen haben auch damit zu tun, dass nicht in allen Kantonen jährlich mit der Ausbildung gestartet wird.

Hervorragende Leistungen geehrt
Im Rahmen der Übergabe der Eidgenössischen Diplome wurden die besten vier Absolventinnen und Absolventen für ihre herausragenden Leistungen mit dem Agrarmedienpreis ausgezeichnet: Jonas Inglin, Sattel (SZ) schloss die Schlussprüfung zum Eidg. Meisterlandwirt mit der unglaublichen Note von 5.8 ab. Frau Jolanda Kaspar, Friedlisberg (AG) konnte ihre Prüfung als diplomierte Bäuerin hFP mit der hervorragenden Note von 5.7 beenden. Frédéric Paul Krähenbühl, Steffisburg (BE) und Christian Rieben, Boltigen (BE) erreichten jeweils die ausgezeichnete Note 5.6.

Enge Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bildungsanbieter
Die Betriebsleiterausbildung findet an den kantonalen landwirtschaftlichen Bildungszentren statt. Der Geschäftsbereich Agriprof des Schweizer Bauernverbandes (SBV) stellt das einheitliche Bildungsangebot sicher und koordiniert den Prüfungsablauf im Sinne der Qualitätssicherung. Die Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bildungsanbietern ist eng. Ihre Bestrebungen richten sich an den Zielen einer modernen und zukunftsträchtigen beruflichen Weiterbildung aus. Der Ausbildungs- und Prüfungsqualität wird ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Die tollen Resultate der frisch gebackenen Meisterlandwirtinnen, Meisterlandwirte und diplomierten Bäuerinnen hFP zeigen, dass die Ausbildung gut aufgestellt ist.

Quelle: Agriprof
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