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Pflanzenbau 14.05.2018 10:54

Neue Organisationsstruktur der Rübenpflanzer Frauenfeld

In Frauenfeld haben sich die Rübenproduzenten aus dem Strassenanfuhrgebiet der Zuckerfabrik Frauenfeld in der Transportorganisation Frauenfeld als Genossenschaft neu organisiert.

«Die Genossenschaft bezweckt durch Verbund und Koordination aller im Umfeld von Frauenfeld beteiligten Rüben-Transportgruppen eine rationelle Transportorganisation für sich und die Umwelt zu organisieren, um die Belastungen der regionalen Bevölkerung zu reduzieren, beziehungsweise deren Lebensqualität zu steigern», heisst es im Zweckartikel der in Frauenfeld von weit über 100 anwesenden Rübenproduzenten neu gegründeten Genossenschaft. Der Gründung gingen umfassende Vorgespräche und Orientierungsveranstaltungen voraus, so dass die eigentliche Geburt der neuen Organisation im Kartoffellager Osterhalden nur noch eine Formsache war. In den Statuten wird aber auch das entsprechende Anfuhrgebiet klar eingeschränkt, indem sich das Wirtschaftsgebiet an der Grenze der Anfuhr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen erschöpft. «In unserer neu gegründeten Körperschaft sind alle Rübenpflanzer organisiert, welche die Rüben bisher auf der Strasse nach Frauenfeld anlieferten. Dazu gehören regional aus dem Kanton Zürich die Bezirke Andelfingen und Winterthur, Teile von Pfäffikon und dem südlichen Bezirk Bülach und der ganze Thurgau», erklärt Andreas Guyer, Geschäftsführer der Ostschweizer Vereinigung für Zuckerrübenbau (OVZ). Zugleich wurde auch der neue Vorstand gewählt. Angeführt wird er von Daniel Vetterli (Rheinklingen) und ihm gehören weiter Robert Baltersperger (Brütten), Peter Bosshard (Oberstammheim), Urs Denzler (Truttikon), Brigitte Meyer (Felben–Wellhausen), Kurt Müller (Gachnang), Matthias Rutishauser (Dettighofen–Lengwil), Romea Schneider (Herdern) und Simon Steinmann (Seuzach) an. Ebenfalls genehmigten die Gründungsmitglieder der Transportorganisation (TO) auch das entsprechend notwendige Reglement. Dieses regelt im Grundsatz die Organisation der Rübenanfuhr. Während die TO Frauenfeld, deren Geschäftsstelle beim Maschinenring Schweiz in Wängi/TG angesiedelt sein wird, für den rationellen Transport zuständig ist, liegt die eigentliche operative Verlade- und Transportarbeit in den Händen kleinerer Rayons. «Diese liegen innerhalb den heutigen, gebietsbereinigten Mausgebieten. Um eine rationelle Abfuhr zu ermöglichen und damit genügend Verladetage zur Verfügung stehen, haben diese eine Mindestgrösse», fügt Guyer bei.

Reorganisation der Verbandsstrukturen

Parallel zur Neuorganisation der Rübenanfuhr erfolgt auch eine umfassende Reorganisation und damit Straffung der Verbandsstrukturen. Bisher bestanden mit der Westschweizer und der Ostschweizer Vereinigung der Zuckerrübenpflanzer zwei grosse Regionalorganisationen im jeweiligen Einzugsgebiet der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld. Diese wiederum sind national über eine Delegiertenversammlung im Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) zusammengeschlossen. Vertreter des SVZ bilden zusammen mit den Zuckerfabriken die Branchenorganisation Interprofession. Die beiden Regionalverbände sollen nun bezüglich der operativen Geschäftsbereiche zusammengelegt respektive ihre Verbandsarbeit unter dem Dach der SVZ fortgesetzt werden. Der neue elfköpfige Vorstand wird dann nicht durch die Delegierten der beiden Regionalorganisationen gewählt, sondern aus den Transportorganisationen, der Annahmekommissionen und Aktienverwaltungsorganisationen zusammengesetzt. Gemäss den angedachten Strukturen wird die TO Frauenfeld ein Vorstandsmitglied stellen können. «Die OVZ bleibt weiterhin bestehen, vorab um ihr Aktienkapital der Schweizer Zucker zu bewirtschaften», erklärt Guyer.

Quelle: RoMü
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