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Nutztiere 11.12.2015 08:52

Nicht zu viele Ferkel pro Wurf

Auch in der biologischen Schweinehaltung werden die Würfe stetig grösser. Da teils sogar mehr Ferkel geboren werden, als die Muttersau Zitzen hat, entsteht ein Problem. Das FiBL hat nun ein Merkblatt erstellt, das Massnahmen aufzeigt, wie Ferkelverluste lang- und kurzfristig reduziert werden können.

Absprache mit Remontierungsbetrieb
Langfristig kann die Wurfgrösse durch die Zucht reguliert werden. Beim Zukauf von Jungsauen muss darauf geachtet werden, dass die Tiere mindestens 14 «richtige» Zitzen haben (keine Stülpzitzen). Beim Zukauf von konventionellen Jungsauen muss damit gerechnet werden, dass diese hohe Wurfleistungen erbringen werden - oft zu hohe für biologische Betriebe. Die Zuchtstrategie ist deshalb unbedingt mit dem Remontierungsbetrieb abzusprechen. 

Zuchtwerte richtig gewichten
Bei Eigenremotierung müssen Zuchtwerte von Mutter- und Vatertieren beachtet werden. Mütter von Jungsauen sollten nicht zu grosse Würfe geboren haben (optimal zwischen 12 und 14 Ferkel) und tiefe Ferkelverluste aufweisen. Welche Kriterien das Vatertier erfüllen muss, wird im Merkblatt genauer erläutert.

Kurzfristige Massnahmen anwenden
Da züchterische Massnahmen einige Generationen benötigen, bis Resultate sichtbar werden, werden im Merkblatt ebenfalls kurzfristige Massnahmen zur Reduktion der Ferkelverluste aufgeführt. Diese reichen von Geburtsvorbereitung bis hin zu Kolostrumversorgung und Wurfausgleich.

Quelle: FiBL
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
    Redaktorin
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