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Verschiedenes 09.08.2017 15:35

Pflüger vor dem Wettstreit

Vom 17.-20. August 2017 steht in Diessenhofen TG für die nationalen und internationalen Wettpflüger ein Grossanlass bevor. Auf dem Gutsbetrieb St. Katharinental werden die Spitzenpflüger um die Schweizer- und Europameistertitel in den Kategorien «Grasland» und «Stoppelfeld» wetteifern. Das Organisationskomitee orientierte über den Anlass und den aktuellen Stand der Vorbereitungen.

Für den OK-Präsidenten Hansjörg Walter hat das Pflügen nach wie vor eine wichtige Bedeutung. Diese Art der Bodenbearbeitung gehöre zu einer Fruchtfolge, sei es zur Bodendurchmischung, Einarbeitung von Ernterückständen oder zur Unkrautbekämpfung, betonte Walter einleitend zur Medienorientierung über die bevorstehenden Schweizer- und Europameisterschaften im Pflügen. Gerade im Zuge der öffentlichen Diskussionen rund um den Einsatz des Herbizids «Glyphosat», so Walter, habe das Pflügen wieder einen höheren Stellenwert bekommen.

Zwölf Nationen mit je zwei Teilnehmern werden zu den Europameisterschaften auf dem Gutsbetrieb St. Katharinental bei Diessenhofen TG starten, die am Samstag, 19. August 2017, im Stoppelfeld beginnen und am Sonntag, 20. August 2017, dann auf den Grasland fortgesetzt werden. Insgesamt gibt es drei Ranglisten, je eine pro Kategorie und eine Gesamtrangierung. Willi Zollinger, OK-Vizepräsident, ehemaliger Spitzenpflüger und heute als Richter tätig erläuterte, auf was es beim Wettpflügen ankommt: Keine Löcher, gleichmässig ebene und gerade Furchen und das vollständige Unterbringen von Bewuchs. «Generell geht es darum, eine bestimmte Fläche in der vorgeschriebenen Zeit so schön wie möglich zu pflügen», so Zollinger.

Ein solcher, europäischer Grossanlass, kombiniert mit einer Schweizermeisterschaft (17. August 2017), braucht entsprechendes Ackerland. 45 Hektar hat Urban Dörig, Bewirtschafter des Gutsbetriebs St. Katharinental, dafür zur Verfügung gestellt. Seine Vorarbeiten dazu, will heissen die Planung der Fruchtfolge, haben bereits vor mehr als drei Jahren begonnen. Nur so sei es möglich gewesen, für alle Teilnehmer fast identische Flächen (für den Wettkampf und das Training) zu Verfügung stellen zu können, hielt Dörig fest.

Für die Schweiz werden Peter Ulrich (Neerach ZH) und Beat Sprenger (Wintersingen BL, Bild) an den Start gehen. Letzterer gab an der Medienorientierung einen Einblick in seine letzten Vorbereitungen, aber auch in den Trainingsalltag eines Wettpflügers, der stets auf der Suche nach optimalen Übungsparzellen sowie technischen Verbesserungen an Traktor und Pflug ist.

Der Bewirtschafter Urban Dörig diskutierte 2016 mit Bernhard Streit, Dozent für Verfahrenstechnik an der HAFL, über die Landwirtschaft 4.0 (siehe unten).

Quelle: Roman Engeler, OK EM im Pflügen 2017
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