UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv2016 01.12.2016 17:21

Prachtvolle Schweizer Christbäume

In über einer Million Haushalten wird Weihnachten auch dieses Jahr mit einem frischen Christbaum gefeiert. Über dessen Herkunft machen sich jedoch viele Leute keine Gedanken. Dabei spricht vieles für den Kauf einheimischer Bäume – heuer sind sie besonders robust und schön.
  • (Bild: WaldSchweiz)

Nicht nur der Obst- und Ackerbau sind vom Verlauf der Witterung abhängig, auch unsere Christbaumkulturen reagieren auf diese Einflüsse. Während Weinreben und Obstbäume mancherorts stark unter dem Spätfrost anfangs Mai gelitten haben, war 2016 für die heimischen Nadelbäumchen ein Top-Jahrgang: Der Frost konnte ihnen nichts anhaben, der nasse Frühling bescherte den Bäumen viel Wasser und verlieh ihnen üppige Nadeln in tiefgrüner Farbe. Der lange und warme Sommer führte schliesslich dazu, dass die Nadeln gut ausreiften und eine matt glänzende Wachsschicht bildeten. Deshalb sind die Christbäume in diesem Jahr schöner und kräftiger als in anderen Jahren; und erst noch gut haltbar. 

Weihnachtsbäume aus der Schweiz
Etwa 40 bis 45 Prozent der in der Schweiz verkauften Weihnachtsbäume stammen aus dem Inland, aus dem Anbau von Landwirten oder aus dem Wald. Die Mehrheit der Bäume, zumeist Nordmanntannen, stammt aus Dänemark, Deutschland und anderen Ländern, wo sie in riesigen Kulturen angebaut werden. Die Anbauflächen sind dort viel grösser und die Produktionskosten im Vergleich tiefer. Aber trotz der Preisunterschiede steigt die Nachfrage nach Schweizer Weihnachtsbäumen kontinuierlich. Dies aus guten Gründen: Die Schweizer Bäume sind besonders nachhaltig. Denn der Einsatz von chemischen Stoffen und das Düngen sind im Wald ganz verboten und auch in den kleinflächigen Kulturen im Landwirtschaftsgebiet werden viel weniger Hilfsstoffe eingesetzt als in ausländischen Monokulturen. Schweizer Bäume belasten die Umwelt zudem weniger, weil sie nicht über weite Strecken herantransportiert und in stromfressenden Kühlhäusern zwischengelagert werden müssen.

Willkommener Nebenerwerb
Rund 500 Landwirte und Forstbetriebe produzieren Schweizer Christbäume auf geeigneten Parzellen. Der Verkauf dieser Bäume ist für sie ein willkommener Zusatzverdienst und sichert Wertschöpfung im Land. Der Erlös trägt nicht zuletzt zur nachhaltigen Waldpflege bei. Viele Konsumentinnen und Konsumenten kaufen ihren Baum gerne direkt bei einem regionalen Produzenten vor Ort. Die Bäume im Direktverkauf werden in der Regel kurz vor dem Verkauf geschnitten und bleiben länger frisch. Den eigenen Baum in aller Ruhe auszulesen, ist in der Vorweihnachtszeit ein Ritual für viele Erwachsene und Kinder. Auch die meisten Grossverteiler haben neben der Importware einheimische Bäume im Angebot. Die Schweizer Herkunft wird durch verschiedene Labels gekennzeichnet, u.a. von der «IG Suisse Christbaum» oder durch das «Herkunftszeichen Schweizer Holz».

Quelle: WaldSchweiz
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  •  Redaktion [RED]

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