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Verschiedenes 05.09.2017 16:21

Prix Montagne 2017: Wyssen Avalanche gewinnt

Die Wyssen Avalanche Control AG aus dem Berner Oberland gewinnt den mit 40’000 Franken dotierten Prix Montagne 2017. Die Firma aus Reichenbach im Kandertal stellt hochwertige Softwarelösungen und Applikationen für den Lawinenschutz her. Ebenfalls aus dem Kandertal stammt das Gewinnerprojekt des Publikumspreises Prix Montagne: das Internationale Pfadfinderzentrum Kandersteg.
  • Bild: zvg

Mit grosser Freude hat Samuel Wyssen den Prix Montagne 2017 entgegengenommen. «Unser Ziel ist es, mit innovativen Lösungen grosse Sicherheit für die Menschen zu bieten. Daran arbeiten wir täglich hart. Dass wir dafür nun mit dem Prix Montagne belohnt werden, freut mich ausserordentlich», sagt Geschäftsführer Wyssen. Die Wyssen Avalanche aus Reichenbach BE bietet Lawinendetektionssysteme, Softwarelösungen und Dienstleistungen zur Sicherung von Verbindungsstrassen, Eisenbahnlinien oder Skipisten an. Das wichtigste Produkt ist der Lawinensprengmast, der im Gelände verankert ist und via Tablet Computer oder Smartphone kontrolliert Lawinen auslösen kann. Die Hightechfirma verkauft ihre Produkte bereits in Norwegen und Kanada; weitere Märkte in Chile und den USA werden bald erschlossen. Die Preissumme will Samuel Wyssen mit seinem Team denn auch gezielt für die Entwicklung der Exportmärkte einsetzen. Jury-Präsident Bernhard Russi zeigt sich beeindruckt: «Das Wyssen-Team hat mit innovativen Ideen und unermüdlichem Einsatz weltweit Erfolg. Dabei schafft es im Berggebiet hochwillkommene Arbeitsplätze. Das würdigen wir mit dem Prix Montagne.»

Publikumspreis Prix Montagne für das Pfadfinderzentrum Kandersteg
In diesem Jahr wurde erstmalig der Publikumspreis Prix Montagne verliehen. Die Preissumme von 20’000 Franken wird von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet. Gut 4200 Menschen haben an der Abstimmung teilgenommen und so das Internationale Pfadfinderzentrum Kandersteg zum Siegerprojekt gekürt. Beat Wenger, Stiftungsratspräsident des Zentrums, freute sich sehr, als er den Preis von Markus Hongler, dem CEO der Mobiliar, entgegennehmen durfte. Dank dem Pfadfinderzentrum bevölkern jährlich Tausende junge Menschen das Dorf und verhelfen so vielen lokalen Gewerbetreibenden zu einem ungeahnten Aufschwung. Markus Hongler unterstreicht: «Die Pfadfinder sind tatkräftige junge Menschen, die eine Vision haben und unglaublich engagiert dafür arbeiten. Das Dorf Kandersteg erhält internationales Flair, und die lokalen Gewerbetreibenden profitieren sehr davon. Das Pfadizentrum ist richtiggehend zum wirtschaftlichen Motor für die Region Kandersteg geworden.»

Jährlicher Preis seit 2011
Zum siebten Mal zeichnen die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe wirtschaftlich erfolgreiche Projekte und Unternehmen aus dem Berggebiet aus, die nachweislich und beispielhaft einen Beitrag zu Wertschöpfung, zu Beschäftigung oder zu ökonomischer Vielfalt leisten. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr zusätzlich der mit 20’000 Franken dotierte Publikumspreis Prix Montagne vergeben, der von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet wird. 2017 wurden insgesamt 26 Projekte eingereicht.

Aus den eingereichten Projekten bestimmt die Jury sechs Favoriten, einer davon gewinnt den Prix Montagne. Zur Ermittlung des Publikumspreises werden die nominierten Projekte dem Publikum zur Abstimmung angeboten. 2017 haben über 4200 Personen daran teilgenommen.

Die sechs Favoriten kommen aus allen Sprachregionen und zeigen eindrücklich, wie man die Stärken des Berggebiets nutzen und die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen verbessern kann. Durch ihren Modellcharakter und ihre konsequente Umsetzung sind die Projekte auch auf andere Regionen übertragbar und sollen den Menschen in den Bergen als Inspiration dienen.

Quelle: Schweizer Berghilfe
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  •  Redaktion [RED]

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