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Nutztiere 24.12.2015 09:03

Projekt PathoPig erfolgreich

In den letzten zwei Jahren konnten Schweinehalter via Tierarzt bis zu drei verendete oder kranke Tiere in ein Labor zur Untersuchung einsenden. Die anfallenden Kosten wurden grösstenteils vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) getragen (max. 500.- pro Betrieb).

Damit ein Betrieb am Projekt teilnehmen konnten, musste ein Bestandesproblem vorhanden sein und eines der folgenden Kriterien zutreffen:

• häufig wiederkehrende, therapieresistente Probleme unbekannter Ursache
• hohe Erkrankungs- und/oder Abgangsraten
• aussergewöhnliche Symptome
• erhöhter Einsatz von Antibiotika

Nach zwei Jahren wird nun ein Fazit gezogen und das fällt grösstenteils positiv aus. Tierärzte und Betriebe, die Untersuchungen durchgeführt haben, beurteilen das Projekt PathoPig als erfolgreich. Eine Umfrage bei den Tierärzten hat ergeben, dass dank dem Projekt eine bessere Abklärung und Beratung auf Betrieben mit Bestandesproblemen möglich sei. 

Die meisten Betriebe, die die subventionierte Untersuchung genutzt haben und anschliessend vom Bestandestierarzt beraten wurden, gaben an, dass die Gesundheitssituation auf ihrem Betrieb besser oder sogar viel besser wurde.
Positiv kann auf gewertet werden, dass in Jahr 2014 und 2015 rund 45% mehr pathologische Untersuchungen durchgeführt wurden als im Jahr 2013. 

Die positiven Resultate der Umfrage haben dazu geführt, dass auch im kommenden Jahr 2016 das Projekt PathoPig weitergeführt wird. Die genaue Überführung der Projektphase in eine nachhaltige Betriebsphase muss noch genauer geplant werden, ebenfalls eine Mit-Finanzierung durch die Schweinebranche sei anzustreben.

Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinäswesen (BLV)
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
    Redaktorin
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