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Management 28.12.2017 13:43

SBV-Jahresüberblick: Extremes Wetter prägte das Jahr 2017

Nach einem kalten Winter und milden Frühjahr erwischte ein starker Frost im April den Obst- und Weinbau in einer sensiblen Phase. Je nach Region und Lage waren die Einbussen gross. Regelmässige Niederschläge und milde Temperaturen führten bei den übrigen Kulturen zu guten Erträgen und Qualitäten. Bei der Tierhaltung blieben Milchkühe und Schweine die Sorgenkinder.

Ende April kam für viele Bäuerinnen und Bauern der grosse Schock. Spätfröste und Temperaturen bis zu minus 13 Grad sorgten für erhebliche Schäden im Obst- und Weinbau. Der Frost traf die Pflanzen einem empfindlichen Wachstumsstadium mit Blüten und kleinen Früchten, heisst es im Jahresüberblick des Schweizer Bauernverbandes (SBV). Die Schäden fielen jedoch je nach Region stark unterschiedlich aus. Beim Wein war die Qualität der geernteten Trauben sehr gut und es wird ein spitzenmässiger Weinjahrgang erwartet.

Der Alpauftrieb erfolgte zu den üblichen Zeiten und es gab genug Futter mit bester Heu-Qualität. Im Herbst waren die Scheunen bis obenauf gefüllt mit Heu und Emd. Dank den sonnigen Herbst konnte das Vieh auch das letzte Gras auf den Weiden abfressen.

Qualitativ und quantitativ gut fielen die Getreidemengen aus. Das führte jedoch zu einer Überversorgung beim Brotgetreide, welche gut koordinierte Massnahmen der Branchen erforderte. Erfreulich verlief die Zuckerrüben-Ernte. Nach schwachen Vorjahren konnte wieder mehr Zucker produziert werden. Dennoch macht der Branche der Importdruck nach dem Ende der EU-Zuckerquoten zu schaffen.

Weiter zurück gingen die Milchviehbestände, dies hauptsächlich wegen des tiefen Milchpreises. Milch- und Schlachtkühe waren sehr gesucht und die Preise waren hoch. Die Schweinepreise lagen hingegen tief, die Produktion stieg leicht an. Begehrt waren weiterhin Schweizer Poulets und Eier, die Inlandanteile stiegen weiter.

Beim Milchpreis standen die Richtpreise öfters im Fokus des Interesses. Im August wurden der Richtpreis für A-Milch um 3 Rappen erhöht auf 68 Rappen pro Kilo Milch erhöht.

Quelle: LID
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