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Pflanzenbau 12.02.2018 11:21

Schweizer Bio-Champignons

In den letzten drei Jahren nahmen die Verkaufsmengen von Bio-Champignons im Schweizer Detailhandel kontinuierlich zu. Dieses Angebot ist seit Dezember nun um Bio-Champignons aus Schweizer Produktion erweitert worden.

Bio-Nachfrage ist angestiegen
Von Januar bis November 2017 wurden 439 Tonnen Bio-Champignons gekauft, das sind fast doppelt so viel wie zwei Jahre zuvor (Jan-Nov 2015: 230 Tonnen). Demgegenüber folgten konventionell produzierte Champignons keinem einheitlichen Trend und die Verkaufsmengen schwankten vor allem saisonal. Somit stieg der durchschnittliche Anteil von Bio-Ware an den gesamten Champignonverkäufen von 4.6% (2015) auf 6.7% (2016) und schliesslich 9.1% (Jan-Nov 2017).

Bio-Preisdifferenz weitet sich
Eine Analyse der Preise von weissen Champignons im klassischen Detailhandel zeigt, dass die Preisdifferenz zwischen biologisch und konventionell produzierten Champignons von Januar 2015 bis November 2017 bei durchschnittlich 7.4% lag. Dies ist im Vergleich zu Gemüse und Früchten wenig, was daran liegt, dass das Bio-Segment bei Champignons zumeist aus günstiger, ausländischer Ware bestand. Der Preis für Bio-Champignons ist zudem bis Mitte 2017 gefallen. Markant ist der Tiefpreis im Dezember 2016, der auf hohe Aktionstätigkeit bei importierter Bio-Ware zurückzuführen ist.
Mit den neuen Schweizer Bio-Champignons (weiss und braun) ändert sich das Bild. Sie realisieren im Detailhandel höhere Preise als die ausländischen Produkte. Dies zeigt sich auch in der Preisentwicklung: Der durchschnittliche Preis für Bio-Champignons lag Anfang Januar bei 15.65 Fr./kg und damit rund 24% höher als der Preis für konventionell produzierte Champignons. Das neue Angebot hat somit deutliche Effekte auf den Markt für Bio-Champignons.

Quelle: Marktbericht Bio
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  •  Redaktion [RED]

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