UFA REVUEUFA-Revue: Die Nummer 1 der Schweizer BauernDetailseitenMaster

Nutztiere 15.03.2016 13:41

Seit 25 Jahren glückliche Hennen

Nach Ablauf der 10-jährigen Übergangsfrist war es auf Ende 1991 soweit: Als erstes Land weltweit setzte die Schweiz vor 25 Jahren das Käfigverbot um.

Im Jahr 1991 brach für Schweizer Legehennen definitiv die batterielose Zukunft an. 1973 hatte das Parlament einen neuen Tierschutzartikel verabschiedet. Darin wurde der Bund zur gesamtschweizerischen Regelung des Tierschutzes verpflichtet. Im Jahre 1981 war die Tierschutzverordnung samt Ausführungsbestimmungen erstellt. Gesetz und Verordnung traten am 1.7.81 in Kraft. Nach Ablauf der 10-jährigen Übergangsfrist war es auf Ende 1991 soweit. Als erstes Land weltweit setzte die Schweiz vor 25 Jahren das Käfigverbot um. Seither leben alle Schweizer Legehennen «glücklich» in tierfreundlichen Haltungssystemen. Und ihre Rechte einer besonders guten Haltung werden auch heute noch vom strengsten Tierschutzgesetz weltweit garantiert.
Anders sieht es für ihre Artgenossen weltweit aus, 9 von 10 Legehennen weltweit werden heute in Käfiganlagen gehalten. Auch in der EU sind Käfigsysteme nicht verboten, die zugelassenen Käfige bieten den Hennen allerdings mehr Platz und Bewegungsfreiheit als dies in anderen Teilen der Welt der Fall ist. Die Schweizer Eierproduzenten entwickelten ihre Tierhaltung aber laufend weiter und nehmen weltweit nach wie vor eine Vorreiter Rolle ein, wenn es um eine besonders tiergerechte Hühnerhaltung geht. Die bäuerlichen Familienbetriebe – die für die Schweiz typische Betriebsstruktur – schulterten markante Investitionen und bieten heute dem Konsumenten ein hervorragendes Ei.

Bodenhaltung
Seit 25 Jahre bewegen sich die Schweizer Hennen nun frei in Boden- oder Volierenhaltungen. Statt in engen Käfigen geniessen sie freien Ausgang auf dem Stallboden, picken und scharren und suchen sich für die Nachtruhe ihren Schlafplatz im Ruhebereich auf erhöhten Sitzstangen. Damit sind sie ihren Kolleginnen weltweit mehr als eine Schnabellänge voraus.

Wintergarten
Doch dabei blieb es nicht. Über 90% der Produzenten beteiligen sich am BTS Programm des BLW. Sie errichteten einen gedeckten, eingestreuten Auslauf, der vor Wind, Wetter und Raubvögeln schützt und den Tieren Auslauf in einen offenen Aussenbereich gewährt. Damit setzten die CH-Produzenten eine weitere Schnabellänge Vorsprung obendrauf. Bodenhaltung mit diesem feinen Plus war als Schweizer Norm geboren und ist bei uns heute praktisch Standard. In keinem anderen Land der Welt werden Legehennen so tierfreundlich gehalten wie in der Schweiz.

Freilandhaltung
Auch dabei blieb es nicht. Heute leben knapp 75 % der Schweizer Legehennen in Freilandhaltung, haben nebst dem Stall und dem Wintergarten zusätzlich Auslauf auf eine Wiese. Die Freilandhaltung nimmt jedes Jahr weiter zu und wird vom Eierhandel und Konsumenten zunehmend gewünscht.

Quelle: GalloSuisse
  • Autor/Redaktor
  • Sandra Frei [fs]
    Redaktorin
    Email
Zurück zur Übersicht