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Archiv2015 04.03.2016 09:15

TTIP: Deutscher Bauernverband will sensible Produkte schützen

Der Deutsche Bauernverband fordert hinsichtlich eines Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) einen besonderen Schutz für sensible Produkte wie Schweinefleisch oder Getreide, wie der landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) schreibt.
  • Bild: LID (pd)

Für die Agrarwirtschaft komme eine vollständige Marktliberalisierung im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftsbereichen nicht in Frage, habe Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, im Gespräch mit Jean-Luc Demarty, Chefverhandler der EU, betont, teilt der LID mit. Die gesetzlichen Standards für die landwirtschaftliche Produktion würden sich deutlich unterscheiden und bei einem unregulierten Marktzugang zu massiven Marktverwerfungen zu Lasten der europäischen Landwirtschaft führen.

Rukwied plädiere dafür, dass Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch, Getreide sowie Zucker und Ethanol als sogenannte sensible Produkte vom Abbau der Zolltariflinien ausgenommen werden und einen besonderen Schutz behalten. Andernfalls könne nicht mit der Akzeptanz der Landwirte gerechnet werden, habe Rukwied gemäss LID gemahnt. Die hohen europäischen Standards dürften nicht geopfert werden.

Angesichts des Stillstands der WTO-Verhandlungen führe kein Weg an bilateralen Handelsabkommen vorbei, so Rukwied weiter. Entscheidend sei, dass die Handelsströme auch zukünftig nicht an Europa vorbeilaufen. Gerade das Russlandembargo zeige, wie wichtig es sei, sich breit aufzustellen und Zugang zu vielen Märkten zu haben.

Quelle: LID
  • Autor/Redaktor
  • Gabriela Küng
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