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Verschiedenes 05.12.2017 15:33

Vom Weihnachtsbaum zum Adventsbaum?

Über eine Million Christbäume schmücken jährlich die Schweizer Haushalte. Dabei werden diese immer früher aufgestellt. Ein weiterer Trend geht hin zum Baum aus Schweizer Herkunft. Frisch geschnittene Bäume stehen bereit.

Die Tradition und viele Kindheitserinnerungen suggerieren, dass der Christbaum am Heiligen Abend (24. Dezember) in die Stuben geholt und geschmückt wird. Schweizer Christbaum-Produzenten stellen indessen fest, dass immer mehr Leute, den Baum bereits während der Adventszeit aufstellen und schmücken. Warum nicht? Dies passt bestens zur allseits verbreiteten vorweihnächtlichen Atmosphäre und stiftet Freude bei Jung und Alt. Richtig gepflegt, halten die gängigen Nadelbäume gut ein paar Wochen im geheizten Wohnzimmer – erst recht, wenn sie zeitnahe und in der Region geerntet wurden.

Weihnachtsbäume natürlich aus der Schweiz
Etwa 40 bis 45 Prozent der in der Schweiz verkauften Weihnachtsbäume stammen aus dem Inland, aus dem Anbau von Landwirten oder aus dem Wald. Die Mehrheit der verkauften Bäume kommt allerdings aus Dänemark und Deutschland, wo sie in grossflächigen Kulturen angebaut wird. Aber trotz der kleinen Preisunterschiede steigt die Nachfrage nach Schweizer Weihnachtsbäumen kontinuierlich. Die Schweizer Bäume sind nämlich wesentlich nachhaltiger produziert. Denn in den gut gepflegten Kulturen der Schweizer Landwirte werden weniger Hilfsstoffe eingesetzt als in ausländischen Grossbetrieben. Im Wald ist deren Einsatz ganz verboten. Schweizer Bäume belasten die Umwelt zudem weniger, weil sie nicht über weite Strecken transportiert und in Kühlhäusern zwischengelagert werden.

Nebenerwerb für Forstbetriebe und Landwirte
Rund 500 Landwirte und Forstbetriebe produzieren Schweizer Christbäume auf geeigneten Parzellen. Der Verkauf dieser Bäume ist für sie ein willkommener Zusatzverdienst und sichert Wertschöpfung im Land. Viele Konsumentinnen und Konsumenten kaufen ihren Baum gerne direkt bei einem regionalen Produzenten vor Ort. Die Bäume im Direktverkauf werden in der Regel kurz vor dem Verkauf geschnitten – auf Wunsch sogar zur optimalen Mondphase – und bleiben länger frisch. Den eigenen Baum in aller Ruhe auszulesen, ist in der Vorweihnachtszeit ein Ritual für viele Erwachsene und Kinder. Die Schweizer Herkunft wird durch verschiedene Labels gekennzeichnet, u.a. von der «IG Suisse Christbaum» oder durch das «Herkunftszeichen Schweizer Holz».

Tipps zum Umgang
Den Christbaum am Stammfuss nicht anspitzen. So können die Leitgefässe unter der Rinde mehr Wasser aufnehmen und der Baum bleibt länger frisch. Den Baum bis zum Aufstellen im Freien im Netz und in einem Wasserkübel lagern. In beheizten Innenräumen verdunstet ein mittlerer Christbaum bis zu einem Liter Wasser pro Tag. Deshalb wird er idealerweise in einen Christbaumständer mit Wasserreservoir gestellt und regelmässig nachgegossen. So bleiben die Bäume länger frisch, und die Brandgefahr ist geringer.

Quelle: IG Suisse Christbaum, WaldSchweiz
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  •  Redaktion [RED]

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