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Pflanzenbau 13.01.2016 15:54

Wie es Mehltau gelingt, Triticale zu befallen

Seit wenigen Jahren kann Mehltau die Getreideart Triticale infizieren, die vorher gegen diese Pilzerkrankung resistent war. Der neue Erreger ist eine genetische Mischung aus bereits bestehenden Mehltau-Formen.
  • Verschiedene Mehltauformen auf Triticale (Bild: UZH)

Triticale, die durch eine Kreuzung aus Weizen und Roggen entstand, zeigte ursprünglich eine hohe Resistenz gegen Befall mit Mehltau. Doch mittlerweile kommt Mehltau in vielen Triticale-Anbaugebieten in Europa vor.
Forschende der Universität Zürich haben nun untersucht, wie der Mehltau auf Triticale überspringen konnte. Dabei zeigte sich, dass der neue Triticale-Pilz eine Mischung aus der auf Weizen und Roggen spezialisierten Varianten ist. 12.5% des Erbguts ist identisch mit der aus der auf Roggen spezialisierten Form, während 87.5% von der auf Weizen spezialisierten stammen.
Die Studie zeigt damit, auf welche Art sich Mehltau an neue Wirtspflanzen anpassen und deren Resistenz durchbrechen kann. Weiter gehe aus der Untersuchung hervor, dass bereits vor etwa 10’000 Jahren der Mehltau die Resistenz des damals relativ neuen Brotweizens auf dieselbe Art überwunden habe. Für die Behandlung und die Prävention von Pflanzenkrankheiten seien diese Resultate von grosser Bedeutung, erklärt Thomas Wicker vom Institut für Pflanzenbiologie der Universität Zürich.

Quelle: Universität Zürich
  • Autor/Redaktor
  • Verena Säle [vs]
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