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fenaco-LANDI 08.09.2017 11:51

Zettenalp: Stall- und Käserei-Neubau

Die fenaco hat im Rahmen eines Berghilfe-Projekts einen namhaften Beitrag an die Erneuerung der Betriebseinrichtungen auf der «Unteren Zettenalp» geleistet. Die Aufrichtefeier fand Anfang August statt.
  • Der neue Stall der «Unteren Zettenalp» hat Platz für 40 Kühe.
  • Das Senn- und Käser-Paar Manuela Tschanz und Patric Bühler in der neuen Käserei.
  • Roland Tschanz, Präsident der Alpgenossenschaft, bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung. 
  • Ivo Torelli von der Schweizer Berghilfe übergibt zwei Metallplaketten und lobt die Zettenalp als «Vorzeigebeispiel».

Die Neuerungen auf der «Unteren Zettenalp» erlauben es der Genossenschaft, die 125 Hektaren Weide- und Wald­fläche umfassende Alp weiterhin zu nutzen, mit grossem Einsatz zu pflegen und die Kühe zu übersommern. ­Roland Tschanz, seit diesem Frühling Präsident der Alpgenossenschaft, sagt: «Wir haben hier ein Generationenprojekt gestemmt und in die Zukunft investiert». Auch der ehemalige Präsident, Christian Sigrist, erkärte bei der feierlichen Aufrichtung im August, die Bauten seien nachhaltig und zukunftsorientiert.

Rund 850 Liter Milch täglich
Betreut werden die 40 Milchkühe von Manuela Tschanz und Patric Bühler. Jeweils vom Juni bis September melkt das junge Senn- und
Käser-Paar die Kühe und stellt aus den rund 850 Litern Milch täglich würzigen Berner Alp- und Hobel­käse AOP her. Pro Jahr wird auf der Alp fast 6000 kg Käse hergestellt.

Unterstützung durch die fenaco
Die Bauarbeiten für den Neubau des Alpstalls und die Erneuerung der Käserei inklusive Sennhütte starteten Mitte September 2016. Die alte Käserei am offenen Feuer war in die Jahre gekommen. Insbesondere Probleme mit dem Kamin und das zu kleine Fassungsvermögen verlangten eine Revision. Zudem entsprach der Stall den heutigen Tierschutzvorschriften nicht mehr. Einen beachtlichen Teil der Renovierungskosten trugen die 29 Mitglieder der Genossenschaft. Ganz mit eigenen Mitteln konnten sie das Projekt aber nicht stemmen, weshalb nebst Bund und Kanton die Schweizer Berghilfe und die fenaco Genossenschaft bei der Finanzierung Unterstützung boten.

Ein Vorzeigeprojekt
Ivo Torelli von der Schweizer Berghilfe lobte das Projekt bei seiner Rede an der Aufrichtefeier als «wunderbares Vorzeigebeispiel» und übergab der Alp­genossenschaft Metallplaketten der Schweizer Berghilfe und der ­fenaco Genossenschaft, die an den neuen Gebäuden angebracht werden.

  • Autor/Redaktor
  • Markus Röösli [roe]

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