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Archiv2016 25.11.2016 11:50

Milchproduktion: Selber Direktkosten analysieren

Der aktualisierte «Online-Kostenrechner Milchproduktion» hilft bei der Berechnung und Einschätzung der betriebseigenen Direktkosten. Neu integriert wurden die Vergleichszahlen 2015.

Schwachstellen schnell aufdecken: So funktioniert es
Im Internet die Adresse http://www.swissmilk.ch/kostenrechner eingeben und schon ist der Rechner startklar. Jetzt gilt es die Zahlen des eigenen Betriebes einzugeben. Die Berechnung erfolgt auf Stufe der Direktkosten. Geben Sie die Zahlen zu Ihrem Betrieb ein bevor Sie das aktuelle Vergleichsjahr (Neu: 2015) und die Ihrem Betrieb am Besten entsprechende Vergleichsgruppe auswählen. Sofort sehen Sie bei welchen Positionen Sie besser (grüne Felder) oder schlechter (rote Felder) sind als die ausgewählte Vergleichsgruppe. Als Betriebsleiter müssen Sie sich bei allen roten Positionen hinterfragen was andere Betriebsleiter hier besser machen. So kann mögliches Verbesserungspotential zur Kostenoptimierung auf dem eigenen Betrieb schnell aufgedeckt werden.

Direktkosten: kurzfristig beeinflussbar
Die Direktkosten haben einen Anteil von etwa 30 – 40 Prozent an den Vollkosten der Milchproduktion. Sie können durch Verbesserungen in der Produktionstechnik kurzfristig beeinflusst werden. Ein Beispiel könnte eine gezieltere Kraftfutterfütterung sein, um Kraftfutterkosten zu senken. Die exakt auf das eigene Grundfutter abgestimmte Ergänzungs- und Leistungsfütterung führt oft zu geringeren Kraftfutterkosten. Zusätzlich könnten durch bessere Milchgehalte und weniger Krankheiten weitere positive wirtschaftliche Effekte resultieren.

Strukturkosten: Längerfristige Betrachtung notwendig
Weitere wichtige Kostenblöcke neben den Direktkosten sind z.B. die Gebäude- und Maschinenkosten sowie die Arbeit. Die Erfassung und Zuteilung dieser Kosten zum Betriebszweig Milchproduktion ist nicht ganz so einfach wie bei den Direktkosten. Ausserdem können diese Kosten meist nur längerfristig beeinflusst werden.

Vollkosten
Wer die gesamten Produktionskosten analysieren und kennen will, kommt um eine Vollkostenrechnung (z.B. VOKO Milch) nicht herum. Die schwierige Situation auf dem Milchmarkt mit tiefen Milchpreisen zwingt jeden Milchproduzenten sich mit seiner wirtschaftlichen Situation auseinanderzusetzen. Wer weiterhin erfolgreich Milch produzieren will, muss seine Kosten kennen.

source: Profi-Lait, Agridea
  • auteur
  •  Rédaction [RED]

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