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Verschiedenes 02.07.2018 08:39

123 Bäuerinnen erhielten ihren Fachausweis

Die würdige Abschlussfeier für die Berufsprüfung Bäuerin mit Fachausweis FA fand im Bildungs- und Beratungszentrum Plantahof in Landquart statt. Am festlichen Anlass erhielten 123 Kandidatinnen ihre Eidgenössischen Fachausweise.

Das eindrückliche Kurzreferat zum Jubeltag hielt Frau Rebecca Clopath, eigenständige Unternehmerin im Bereich Gastronomie & Produktion, Lichthof, Lohn GR. Grussworte überbrachten Martin Jäger, Regierungsrat Kanton Graubünden sowie Christine Bühler, Präsidentin SBLV und Vizepräsidentin SBV, welche ebenfalls die Ehrung der Bäuerinnen HFP vollzog. Jeanette Zürcher-Egloff, Präsidentin Prüfungsleitung D sowie Vorstandsmitglied SBLV, begrüsste die Festgesellschaft herzlich. Fast aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz waren die Bäuerinnen mit ihren Angehörigen an den Plantahof gereist. Die Frauen stammen aus insgesamt 17 verschiedenen Kantonen. Dies sind Zürich (36), Luzern (19), Bern (13), St. Gallen (12), Aargau (9), Nidwalden und Zug (je 6), Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Obwalden, Schwyz (je 3), Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Uri (je 2), Schaffhausen, Solothurn, Freiburg und Neuenburg (je 1). Die Prüfungsberichte der Prüfungsleitung Bäuerin gaben die zwei Chefexpertinnen Marlen Betschart und Christine Gerber bekannt.
Die Berufsprüfungen Bäuerin mit Fachausweis fanden im Oktober 2017 am Bildungszentrum Wallierhof, Riedholz, Kanton Solothurn, und im April 2018 am Bildungszentrum Plantahof, Landquart, Kanton Graubünden, statt. Insgesamt 123 Absolventinnen bestanden die Berufsprüfung. Die Höchstnote mit 5.9 erreichte Sonja Bowald aus Walchwil ZG. Mit der Note 5.8 schlossen vier Frauen ab: Damaris Hofer, Aeflingen BE; Jasmin Mazenauer, Gontenbad AI; Käthi Meier, Waltenschwil AG und Nicole Walder, Glattfelden ZH. Die fünf Bäuerinnen durften sich über einen Preis der Agrarmedien, Bern, freuen. Insgesamt schlossen 38 Kandidatinnen mit einer Note zwischen 5.0 – 5.9 ab.
Die Prüfungsplanung mit einer so grossen Anzahl Kandidatinnen ist eine Herausforderung, aber sehr erfreulich und motivierend. Es braucht viele Expertinnen und Experten, aber auch einige Schulräume sowie Unterkünfte, die über mehrere Tage in Anspruch genommen werden können. Um zur Schlussprüfung «Bäuerin mit Eidgenössischen Fachausweis» zugelassen zu werden, muss das eidgenössische Fähigkeitszeugnis eines beliebigen Berufes oder ein gleichwertiger Abschluss vorliegen. Weiter sind neun Pflichtmodule und zwei Wahlmodule sowie zwei Jahre Praxis in einem bäuerlichen Haushalt eines direktzahlungsberechtigen Landwirtschaftsbetriebes verlangt. Der Fachausweis Bäuerin berechtigt zum Bezug von Direktzahlungen und Investitionskrediten, falls die Bäuerin den Betrieb führt.
An der Abschlussfeier wurden auch zwei diplomierte Bäuerinnen, die 2017 die höhere Fachprüfung erfolgreich absolviert haben, durch SBLV-Präsidentin Christine Bühler geehrt. Die Absolventinnen mit ihren Angehörigen, Expertinnen und Experten, Schulleitungen der bäuerlich-hauswirtschaftlichen Fachschulen, Prüfungsleitungsmitglieder, Mitglieder von Kommissionen, der Vorstand des SBLV und Kantonalpräsidentinnen, Medien sowie weitere geladene Gäste genossen den würdigen, schönen Anlass. Es wurde deutlich, dass dies für die Bäuerinnen ein besonderer Tag war, wo sie lange daraufhin gearbeitet haben. Als Bäuerin mit Fachausweis sind sie nun dem Mann beruflich gleichgestellt und berechtigt, einen Betrieb zu führen.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die «Stelserbuabe». Marianne Kessler, Prüfungsleitung Bäuerin, wurde nach zwölfjähriger Tätigkeit in der Prüfungsleitung, die sie massgeblich geprägt hat, herzlich verabschiedet. Ihr stand auch das Schlusswort zu, anschliessend lud sie die Festgemeinschaft zum Apero mit regionalen Spezialitäten ein.

Quelle: Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband
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  •  Redaktion [RED]

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