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Verschiedenes 07.08.2018 10:14

Berghilfe hilft bei Wasserknappheit auf den Alpen

Die anhaltende Trockenheit in der Schweiz bringt die Alpwirtschaft in grosse Bedrängnis. Die Schweizer Berghilfe reagiert auf den Notstand und spricht einen Unterstützungsbetrag von 500’000 Franken, um Mensch und Tier im Sömmerungsgebiet mit Trinkwasser zu versorgen.
  • Hannana  / pixelio.de

Die Schweiz verzeichnet den niederschlagärmsten Sommer seit fast hundert Jahren. Wie Meteo Schweiz berichtet, hat es seit Messbeginn 1864 lediglich drei Perioden zwischen April und Juli mit weniger Niederschlag gegeben. Im Alpeninnern fehle eine Regenmenge, die üblicherweise innert zwei Monaten fällt. Dieser fehlende Regen, kombiniert mit den überdurchschnittlich hohen Temperaturen, lässt die Böden austrocknen und Quellen versiegen. Besonders betroffen von dieser Wasserknappheit sind Alpbetriebe, die auf Quellwasser angewiesen sind, um Mensch und Tier mit Trinkwasser zu versorgen. Der Wasserbedarf auf den Alpen ist hoch: Eine Milchkuh benötigt bei der momentanen Hitze über 100 Liter Trinkwasser pro Tag.

Verbesserung der prekären Situation
Um das fehlende Wasser auf eine Alp zu bringen, sind teure Transporte mit Tanklastwagen und in besonders abgelegenen Regionen auch mit Helikoptern erforderlich. Alpbewirtschafter, die diese unverhofften Zusatzkosten nicht alleine tragen können, können sich an die Schweizer Berghilfe wenden. Diese übernimmt rund die Hälfte der Gesamtkosten eines solchen Wassertransports. Betroffene können das vereinfachte Gesuchsformular auf der Website der Schweizer Berghilfe herunterladen oder dieses telefonisch unter der Nummer 044 712 60 60 anfordern. Der Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe, deren Unterstützung sich im Normalfall auf zukunftsgerichtete Investitionsprojekte im Berggebiet konzentriert, hat angesichts der prekären Lage einen Unterstützungsbeitrag von 500’000 Franken aus dem Katastrophenhilfsfonds gesprochen. Kurt Zgraggen, Leiter Projekte und Partnerschaften der Schweizer Berghilfe: «Wenn die Sömmerung wegen Wassermangels frühzeitig abgebrochen werden muss, fehlt den Heimbetrieben wichtiges Futter für die Wintermonate».

Quelle: Schweizer Berghilfe
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