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Pflanzenbau 05.12.2018 08:32

Boden des Jahres 2019 ist Rekultivierter Boden

Anlässlich des Weltbodentags vom 5. Dezember 2018 ernennt die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS) den Rekultivierten Boden zum Boden des Jahres 2019.
  • (Bild: G.Brändle, M. Wernli)

In der Schweiz sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen für Ackerbau und insbesondere die Fruchtfolgeflächen (FFF), welche für die landwirtschaftliche Produktion die wertvollsten Böden sind, sehr begrenzt. Um eine ausreichende Versorgungsbasis des Landes mit Nahrungsmitteln in schweren Mangellagen zu sichern, sind die Kantone verpflichtet, bestimmte Kontingente an FFF zu erhalten. Gehen diese durch Bauaktivität verloren, müssen in einigen Kantonen anderorts Böden mit FFF-Qualität wieder hergestellt werden, in der Regel auf vom Menschen beeinträchtigten Böden. Gleichzeitig fallen jedes Jahr auf schweizerischen Baustellen 15 Mio m3 Oberboden und Unterboden als Bodenaushub an. Anstatt dieses wertvolle und begrenzte Material in einer Deponie zu entsorgen, kann es zur Aufwertung von Böden oder für Rekultivierungen verwendet werden. So können diese Böden nach der Aufwertung die Kriterien für Fruchtfolgeflächen erfüllen und helfen die Kontingente der Fruchtfolgeflächen zu erfüllen. Seit 2016 besteht zudem nach der Abfallverordnung (VVEA) eine Verwertungspflicht für Bodenaushub, sofern dieser sich aufgrund der Körnung, des Skelettgehalts und des Gefüges dafür eignet und frei von Schadstoffen und invasiven Arten ist. Um eine gute Bodenqualität zu erhalten, müssen jedoch bestimmte bodenkundlichen Vorgaben bei der bautechnischen Umsetzung berücksichtigt werden.

Quelle: Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS)
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