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Nutztiere 07.08.2018 09:20

Bund senkt Zoll auf Raufutter-Importe

Der Bund ergreift Massnahmen gegen die Folgen der Trockenheit: Unter anderem senkt er den Zoll auf Raufutter-Importen.

Um die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit zu mildern, hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) beauftragt, die notwendigen Vorkehrungen für Massnahmen zu treffen. Im Vordergrund steht auf Bundesebene die Zollsenkung auf Raufutterimporten.

In einzelnen Regionen herrschten Versorgungsengpässe, Zukäufe könnten nur noch bedingt mit Inlandware aus weniger betroffenen Gebieten gedeckt werden, teilt das Bundesamt für Landwirtschaft mit. Man senke deshalb befristet den Zoll für bestimmte Raufutter.

Weitere Massnahmen sind auf Kantonsebene möglich bzw. wurden bereits ergriffen. Bei den Direktzahlungsbestimmungen haben verschiedene Kantone wegen der grossen Trockenheit in den Monaten Juni und Juli bereits Ausnahmen erlassen, schreibt das BLW. Direktzahlungen können somit auch bei Nichterfüllen der Anforderungen in vollem Umfang geleistet werden. Das erlaubt die Beweidung von extensiv und wenig intensiv genutzten Wiesen sowie von Rotationsbrachen. Auf Sömmerungsbetrieben kann der Normalbesatz in begründeten Fällen über - oder - betreffend Dauer - unterschritten werden. Zudem kann auf den Alpen auch zugekauftes Futter verwendet werden.

Betrieben, die aufgrund der Ernteausfälle kurzfristig mit Liquiditätsengpässen konfrontiert seien, könne mit Betriebshilfe-Darlehen geholfen werden, heisst es weiter.

Das BLW hat eine Studie in Auftrag gegeben, die Fragen des Risikomanagements und der Ernteversicherungen nachgeht. Resultate sind frühestens im März 2019 zu erwarten.

Quelle: LID
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  •  Redaktion [RED]

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