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Management 03.12.2018 16:21

Bundesrat genehmigt Umweltbericht 2018

Die Schweiz kann in der Umweltpolitik beachtliche Erfolge vorweisen und dies nicht zuletzt dank technischer Massnahmen und gesetzlicher Vorgaben. So sind etwa die Gewässer und die Luft in der Schweiz sauberer geworden. Dennoch steht die Umwelt nach wie vor unter Druck, wie das Fazit des Berichts «Umwelt Schweiz 2018» lautet.

Insgesamt ist die Umweltbelastung der Schweiz in den letzten 20 Jahren gesunken. Dank gesetzlicher Vorgaben und technologischer Fortschritte im Inland sind Luft und Wasser sauberer geworden. Die meisten Wälder sind heute gesund. Standorte mit Altlasten gibt es dank umfassender Sanierungsmassnahmen immer weniger. Die Schweizer Wirtschaft verbessert ihre Ressourceneffizienz laufend, indem sie Materialien gezielter einsetzt. Zudem ist es der Schweiz gelungen, den Energieverbrauch und den Ausstoss von Treibhausgasen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln.

Trotz dieser Fortschritte stehen die natürlichen Ressourcen nach wie vor unter Druck. Die grössten Herausforderungen sind der wachsende Bodenverbrauch durch Siedlung und Verkehr, die Überdüngung von Ökosystemen mit Ammoniak oder Nitrat, Pflanzenschutzmittel in Böden und Gewässern und der damit verbundene Verlust an Biodiversität, die grossen Abfallmengen sowie der Klimawandel. Diese Belastungen wirken sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung sowie auf die natürlichen Lebensräume und auf die Artenvielfalt aus. Zudem verursachen sie hohe Kosten. Deshalb stellt der Bundesrat den Klimaschutz, den effizienten Ressourcenverbrauch und den Erhalt der Biodiversität ins Zentrum seiner Umweltpolitik.

Verlagerung der Umweltbelastung ins Ausland
Mit ihrem Konsum- und Produktionsverhalten überschreitet die Schweiz das für die Umwelt verträgliche Mass um mehr als das Dreifache. Ein wachsender Anteil der konsumierten Güter wird importiert oder aus Rohstoffen und Vorfabrikaten hergestellt, die nicht aus der Schweiz stammen. Drei Viertel der gesamten Umweltbelastung der Schweiz entstehen inzwischen im Ausland und beeinträchtigen dort das Klima, die Biodiversität und die Verfügbarkeit von Wasser.

Wandel der Gewohnheiten in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität
Die Umweltbelastungen lassen sich mit technischen Massnahmen allein nicht in den Griff bekommen. Notwendig ist vielmehr eine Veränderung von Konsum und Produktion, so dass Umwelt und Ressourcen geschont werden. In diese Richtung gehen auch die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der UNO. Die bedeutendsten Auswirkungen auf die Umwelt im In- und Ausland hat die Ernährung mit einem Anteil von 28 %, gefolgt vom Wohnen (24 %) und der Mobilität (12 %).

Möglichkeiten zur Verbesserung in diesen Bereichen bestehen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Damit der Wandel gelingt, muss an verschiedenen Hebeln angesetzt werden. Dazu gehören nachhaltige Investitionen und saubere, ressourceneffiziente Technologien ebenso wie ein stärkerer Vollzug der Umweltvorschriften auf nationaler und internationaler Ebene. Grundlage dafür sind weiterhin qualitativ gute Umweltdaten. Zudem muss die Zusammenarbeit des Bundes mit der Wirtschaft, den Kantonen und den Nachbarländern verstärkt werden. Die Digitalisierung und der technologische Wandel bieten ebenfalls Chancen, um den Verbrauch an natürlichen Ressourcen, Materialien und Energie zu senken und die Effizienz auf allen Ebenen zu steigern.

Quelle: BAFU
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