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Landtechnik 04.12.2018 09:59

Datenaustausch leicht gemacht

DKE agrirouter für vereinfachte und vernetze Prozesse - Die Isobus-Norm hat die Kommunikation zwischen Maschinen unterschiedlicher Hersteller spürbar erleichtert, allerdings fehlte es bislang an weiteren Standards für einen zuverlässigen Datenaustausch zwischen Landmaschinen und Agrar-Softwareanwendungen verschiedener Anbieter. Der DKE agrirouter überwindet diese Hürde mit einer herstellerübergreifenden internetbasierten Datenaustauschplattform, die jetzt allen die Vorteile der Digitalisierung in der Landwirtschaft zugänglich macht.

Lemken und weitere namhafte Landtechnikhersteller haben den agrirouter entwickelt, um den Datenaustausch zu vereinfachen und die Anzahl an Kommunikationsschnittstellen zu reduzieren. Es werden Daten verschlüsselt und damit absolut sicher dem jeweiligen Partner zugestellt. Das können Maschinen, Farmmanagementsysteme, Apps und deren Entwickler, Landwirte, Berater, Lohnunternehmer, Düngemittelhersteller oder weitere Mitglieder in der Wertschöpfungskette sein. Dabei wichtig: Die Daten werden lediglich transportiert und nicht dauerhaft gespeichert.

Der neue agrirouter versetzt Landwirte und Lohnunternehmen die Lage, optimierende Lösungen verschiedenster Hersteller zu nutzen. Sie können dadurch effektiver und schneller arbeiten und Freiräume gewinnen für andere Dinge. Viele Transfers lassen sich automatisieren, Grundeinstellungen vereinfachen die Handhabung.
Darüber hinaus richten die Landwirte ihren Betrieb auf die Zukunft aus, da sie gesetzlichen Anforderungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Nachweispflichten und Kontrollen durch das vernetzte Arbeiten einfacher nachkommen können.

Grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung des agrirouters war es, die Datendrehscheibe und deren Schnittstellen offen zu halten für alle Landtechnikhersteller und App-Entwickler. Weitere Mitglieder werden vom Konsortium des agrirouters grundsätzlich aufgenommen. Entwicklung und Vertrieb der Datenaustauschplattform erfolgen durch die DKE-Data GmbH & Co. KG. Software-Lieferant des agrirouters ist SAP. Mit dem Wechsel von vielen hauseigenen Insellösungen zu einer unabhängigen Lösung wollen die Initiatoren eine grösstmögliche Verbreitung erreichen; für diesen grossen Schritt zur Digitalisierung gab es für die DKE zur letzten Agritechnica bereits die Silbermedaille der DLG.

Die Nutzung des agrirouters ist für den Anwender kostenfrei - es entstehen lediglich, über den individuellen Internetzugang, die Kosten für die genutzten Apps und die mobile Datenübertragung zwischen Datendrehscheibe und Landmaschine. Jeder Nutzer stellt seinen persönlichen agrirouter zusammen und legt mit Regeln fest, wer mit wem welche Daten in welchem Umfang austauscht. Der Landwirt bestimmt also jederzeit, was mit seinen Daten geschieht.

Quelle: Lemken
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