UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv 2017 05.03.2018 16:21

Detailhandel verkaufte 2017 weniger Fleisch

Der Schweizer Detailhandel hat im letzten Jahr Fleisch und Fleischprodukte (CH und Import) im Wert von rund 4.64 Mia. Franken abgesetzt (-0,7%). Die mengenmässigen Absätze sanken ebenfalls um 0,7 Prozent auf 221'468 Tonnen.

Mit Ausnahme von Poulet und Wurstwaren sind die Umsätze der übrigen beobachteten Kategorien von Fleisch und Fleischprodukten gesunken. Grössere Umsatzrückgänge verzeichneten frisches Schweinefleisch (-1,8%) und frisches Kalbfleisch (-2,6%), beides Produkte mit einem vergleichsweise hohen Selbstversorgungsgrad von weit über 90 Prozent. Bei Schweinefleisch waren tiefere Preise insbesondere bei beliebten Kurzbratstücken (Koteletts, Filets, Steaks und Geschnetzeltes) massgebend für die tieferen Umsätze. Beim Kalbfleisch sorgten tiefere Absatzmengen insbesondere bei Edelstücken wie Filet für geringere Erlöse. Der Absatzrückgang folgte indes der tieferen Produktion von Schweizer Kalbfleisch (-5,2% weniger Schlachtmenge als im Vorjahr).

Poulet bleibt Wachstumsmarkt
Höhere Absätze wurden einzig beim Poulet (+0,9 %) und bei den Wurstwaren (+0,8%) beobachtet. Beim Poulet haben die höheren Absätze bei Schenkeln (+3,4%) und vorverarbeiteten Produkten wie Nuggets, Spiessli und Grillmix-Produkte (+11,1%) zur positiven Bilanz geführt. Gesunken hingegen sind die Absätze von Brust (-1,8%) und ganzen Poulets (-1,9%). Bei den Wurstwaren haben Wienerli (+3,7%) zugelegt, wohingegen weniger Bratwürste (-0,3%) und Cervelats (-0,6%) verkauft wurden.

Preise bleiben insgesamt stabil
Mit einem Durchschnittspreis von 20.95 Franken pro Kilogramm Fleisch über alle Fleischkategorien (frisch & verarbeitet) haben KonsumentInnen in der Schweiz gleich viel bezahlt wie im Jahr 2016. Frischfleisch wurde durchschnittlich leicht günstiger (-0,2%, Fr. 20.24), wohingegen der Durchschnittspreis von verarbeiteten Fleischwaren um 0.3 Prozent leicht auf 22.01 Fr./kg anstieg.

Ob sich der Anteil von Importprodukten im vergangen Jahr verändert hat, lässt sich aus den vorhandenen Detailhandelsangaben von Nielsen nicht zweifelsfrei eruieren.

Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft BLW
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  •  Redaktion [RED]

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