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Verschiedenes 11.11.2019 08:36

Ehrenamt im Wandel

Ehrenamt braucht Vernetzung. So ist auch das Sechs-Länder-Treffen der deutschsprachigen Bäuerinnen- und Landfrauenverbände ein wichtiger jährlicher Austausch zwischen den Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen.
  • v.l.: Hanna Klammer,  Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Antonia Egger Mair, Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Petra Bentkämper, Deutscher LandFrauenverband, Anne Challandes, Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband, Annemarie Büchel, Verein Liechtensteiner Bäuerinnen, Andrea Schwarzmann, ARGE Österreichische Bäuerinnen, Daniela Ruhe, Deutscher LandFrauenverband (Bild: SBO)

Die Verbände aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Südtirol und der Schweiz vertreten die Interessen der Bäuerinnen und Landfrauen im deutschsprachigen Raum. Deren Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen treffen sich jährlich zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das diesjährige Treffen zum Thema „Ehrenamt im Wandel“ fand Ende Oktober in Tramin, Südtirol, statt.

Trotz unterschiedlicher Grösse der Verbände haben die Teilnehmerinnen vieles gemeinsam: sie setzen sich ehrenamtlich für die Bäuerinnen und Landfrauen, für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum ein. Nach dem Treffen schicken sie klare Botschaften nach aussen: Eine lohnende Arbeit ist es, aufzuzeigen, was ein Ehrenamt bringt: was muss ich geben, was bekomme ich zurück, wie gehe ich mit dem Ehrenamt um, welchen Herausforderungen muss ich mich stellen, welche Aufgaben kann ich mir zumuten. „Diese Fragen gemeinsam zu reflektieren tut uns gut“, fasst die Gastgeberin, Antonia Egger Mair, Präsidentin der Südtiroler
Bäuerinnenorganisation, zusammen.
Der ländliche Raum wird durch ehrenamtliches Engagement gestärkt und dadurch werden Lebens- und Bleibe-Perspektiven konkret gestaltet. Ehrenamt im Wandel muss daher auch heissen „Offenheit für neue Ideen und Ziele“.
Eine grosse Herausforderung für die Zukunft ist es, die jungen Frauen für ein Ehrenamt zu begeistern. Es braucht Raum und Anerkennung für neue Ideen.
Vieles muss entbürokratisiert werden, damit ein Ehrenamt auch in Zukunft Sinn und Freude bereitet. Die Politik muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich Jeder ein Ehrenamt „erlauben“ kann – zeitlich, finanziell und organisatorisch.
In Seminaren können Funktionärinnen ihre Kenntnisse und ihr Wissen zur Ausübung ihres Amtes erweitern und durch den Austausch mit anderen eine Stärkung und Unterstützung erfahren.
„Wir tun alle mehr als wir müssen, trotz aller Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Einfach weil ein Ehrenamt Sinn macht“, sind die anwesenden fünf von sechs Präsidentinnen überzeugt und sie wollen als Vorbilder den Wert des Ehrenamtes vor allem an die jungen Frauen weitergeben, damit das Ehrenamt auch in Zukunft noch erstrebenswert bleibt.

Quelle: SBLV
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