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Pflanzenbau 11.03.2019 15:56

Erste Aprikosenbäume blühen im Weinland

Bereits seit einigen Tagen stellt man im Weinland erste blühende Aprikosenbäume fest. Dies erfolgt sehr früh und verschärft das Risiko, dass sie im begonnenen Frühling einen Morgenfrost nicht überleben können.
  • Blühende Aprikosen, welche bereits am 7.März erste Blüten zeigten (Bild: RoMü)

Die Aprikose ist auch bezüglich mit ihrer zartduftenden blassroten bis weissen Blüte eine zum Vegetationsstart durchaus sehr schöne Frucht. Normalerweise setzt die Hauptblüte an den ersten gut geschützten Standorten erste gegen Ende März ein. „Wir haben bereits am Donnerstagmorgen 7. März die ersten offenen Blüten an unseren Aprikosenbäumen festgestellt“, erklärt der Rudolfinger Hanspeter Wepfer. An der östlichen und somit vom Westwindwetter geschützten Gebäudewand seines Ökonomiegebäudes stehen ein halbes Dutzend als Spalier gezogene Aprikosenbäume, welche mit der Blüte begonnen haben. Im ebenfalls frühen Frühling 2017 wurden die ersten blühenden Aprikosen um den 28. März festgestellt. Auch im Rebbau stellt man die ersten weinenden Rebstöcke fest. dies ist auch ein Zeichen, dass die Rebe nun wieder nach der Winterruhe neues Leben einleitet.
Zwei wesentliche Faktoren mit Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung in Verbindung mit warmen Temperaturen haben in den letzten Wochen und Tagen die Vegetation im Allgemeinen geweckt. Die im Februar mit rund 20 mm sehr gering ausgefallenen Niederschläge führten zu einer raschen Abtrocknung des Bodens, welcher sich dadurch durch die ebenfalls sehr intensive Sonneneinstrahlung rascher aufwärmt. Denn der Februar war auch sehr durch eine extrem hohe Sonnenstundedauer geprägt. Zugleich sanken ab Mitte Februar die nächtlichen Temperaturen kaum noch unter den Gefrierpunkt, so dass die viele Pflanzen in der Natur davon ausgehen, dass nun der Frühling kommt.
Doch es dauert nun noch rund 8 Wochen bis bezüglich der möglichen Frühlingsfröste alles überstanden ist. Doch die Aprikosen zeigen bereits an eher kühlnassem Wetter keine Freude. So kann dies auch ohne Frost zu einem intensiven Nachblütefruchtfall führen, so dass sich nur wenige oder gar keine Früchte entwickeln können.

Quelle: RoMü
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