UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Pflanzenbau 09.05.2019 10:01

Erste Schweizer Frühkartoffeln werden Mitte Mai erwartet

In den frühen Lagen wurden die Frühkartoffeln dieses Jahr bereits Mitte Februar gepflanzt. Die Entwicklung der Bestände war gemächlich und wurde zusätzlich durch die kalten Nächte und den Frost anfangs Mai gebremst. Der Start mit schalenloser Ware wird ab Mitte Mai erwartet.

Aufgrund der milden Temperaturen und des trockenen Wetters erfolgte die Pflanzung der ersten Frühkartoffeln in den günstigen Lagen bereits ab Mitte Februar. Der Höhepunkt der Pflanzungen wurde in der letzten Februarwoche erreicht. Die Bestände entwickelten sich zu Beginn eher langsam und das Wachstum wurde durch die kalten Nächte anfangs Mai stark gebremst.

Der Erntebeginn für nicht schalenfeste Ware, die nur in kleinen Mengen und als Spezialität geführt wird, ist für die ersten Pflanzungen vor allem aus dem Tessin und der Westschweiz bereits ab Kalenderwoche 20 vorgesehen. Um den Markt schon früh mit Schweizer Ware versorgen zu können, wird in der ersten Phase wie in den Vorjahren mit dem Kaliber 30 – 50 mm gestartet.

Für den Schweizer Markt von grösserer Bedeutung sind aber die vorwiegend schalenfesten Frühkartoffeln aus einheimischer Produktion. Basierend auf dem aktuellen Entwicklungsstand der Kulturen sollten diese ab Mitte KW 22 in den Handel gelangen. Aufgrund der Erntefrühprognose wird erwartet, dass dann ab KW 23 grössere Mengen gleichzeitig auf den Markt kommen könnten.

Da die Frühkartoffelfläche gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt wurde, ist es wichtig, bereits früh mit der Krautvernichtung und der Abräumung der Flächen zu beginnen. Um einen Anreiz dafür zu schaffen, wurde der Start-preis dieses Jahr bis zur Woche 24 festgelegt und ändert sich nicht mit dem Wechsel von nicht schalenfester zu vorwiegend schalenfester Ware. An der Telefonkonferenz vom 21. Mai wird der Entwicklungsstand der Kulturen erneut beurteilt und der weitere Verlauf der Kampagne geplant. Krautvernichtung und Ernte sind gemäss Swisspatat in jedem Fall zwingend mit dem Abnehmer abzusprechen.

Die Telefonkonferenzen finden vierzehntäglich neu jeweils am Dienstag um 11.00 Uhr für Suisse Garantie und um 13.00 Uhr für Bio statt.

Das Meldewesen der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau (SZG) dient auch während der diesjährigen Frühkartoffelsaison als wichtiges Hilfsmittel für die Erhebung des Angebots. Swisspatat bittet deshalb alle Frühkartoffel-Produzenten ab Mitte Mai 2019 die krautvernichteten Flächen mit den zugesandten Formularen termingerecht an die zuständige Meldestelle zu übermitteln.
Produzenten, die ihre Frühkartoffel-Flächen noch nicht gemeldet haben, sind aufgerufen, sich direkt mit der SZG (Tel. 034 413 70 70) in Verbindung zu setzen.

Produzentenrichtpreise 

  • bis Mitte KW 20: Preis in Absprache mit dem Abnehmer, nicht schalenfest, Kaliber 30 – 50 mm
  • Mitte KW 20 – Mitte KW 24: Fr. 125.15 / 100 kg inkl. MwSt., nicht schalenfest oder vorwiegend schalenfest, Kaliber 30 – 50 mm
  • ab voraussichtlich Mitte KW 24: Preis wird an Telefonkonferenz festgelegt vorwiegend schalenfest, Kaliber 30 – 60 mm
Produzentenrichtpreise Bio-Frühkartoffeln
  • bis Mitte KW 21: Preis in Absprache mit dem Abnehmer, nicht schalenfest, Kaliber 30 – 50 mm
  • Mitte KW 21 – Mitte KW 24: Fr. 195.15 / 100 kg inkl. MwSt. nicht schalenfest, Kaliber 30 – 60 mm

Die Frühkartoffelpreise sowie weitere diesbezügliche Informationen sind via Telefonbeantworter unter der Nummer 031 385 36 59 abrufbar.

Quelle: Swisspatat
  • Autor/Redaktor
  •  Redaktion [RED]

    Email
Zurück zur Übersicht