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Landtechnik 08.10.2013 00:27

Fendt erneuert Baureihen «800» und «900»

Fendt erneuert im Zuge der ab 2014 geltenden Abgasnorm der Stufe 4 seine Serien «800 Vario» und «900 Vario». Bei der Baureihe «700 Vario» hilft man sich vorerst mit der Übergangsregelung, wonach bereits gebaute Motoren noch während 18 Monaten in neue Fahrzeuge eingebaut werden dürfen.
  • Das Spitzenmodell der Serie «900» bleibt der «939 Vario» mit 390 PS Nennleistung.
  • Zur modernen Motorentechnologie (Deutz) gehören auch die zwei unterschiedlich grossen Turbolader, die in Reihe geschaltet sind, und so die Leistungsausbeute und den Kraftstoffverbrauch im Niedrigdrehzahlbereich verbessern.
  • Eine besondere Innovation bildet der Frontscheibenwischer mit einem Wischwinkel von 300°.
  • Optional gibt es eine voll ins Fahrzeug integrierte Reifendruckregelanlage «Variogrip»..
  • Das Spitzenmodell der Serie «800»: Fendt «828 Vario» mit einer Nennleistung von 280 PS.
  • Schickes Detail: Abgewinkelter Bi-Halogen-Scheinwerfer, optional als LED-Scheinwerfer mit manueller Leuchtweiten-Regulierung.
  • Mit zahlreichen Funktionen rweitert hat Fendt auch sein «Variotronic»-Konzept mit der Ein-Terminal-Strategie.

Bei den neuen Fendt-Traktoren der Baureihen «800 Vario» und «900 Vario» kommen 6-Zylinder-Motoren von Deutz zum Einsatz. Sie erfüllen die Abgasnorm der Stufe 4 mit SCR-Technologie, einem passiven Partikelfilter und externer Abgasrückführung. Zur modernen Motorentechnologie gehören auch die zwei unterschiedlich grossen Turbolader, die in Reihe geschaltet sind, und so die Leistungsausbeute und den Kraftstoffverbrauch im Niedrigdrehzahlbereich verbessern. Ein zusätzlicher Ladeluft-Zwischenkühler sorgt mit seiner Kühlung für eine noch bessere Verbrennung und Kraftstoffeffizienz.
Eine besondere Innovation bildet der Frontscheibenwischer mit einem Wischwinkel von 300°. Damit verfügt der Fahrer über eine umfassende, freie Sicht auf die Radeinläufe und den vorderen Anbauraum. Zusammen mit der beheizbaren, geklebten Frontscheibe aus optional erhältlichem Verbundsicherheitsglas erfährt der Fahrer noch mehr Stabilität, Fahrsicherheit und Komfort. Weitere Detailverbesserungen bieten die jetzt abschliessbare Motorhaube sowie ihr vergrösserter Öffnungswinkel für eine noch bessere Zugänglichkeit.
Auch das «Vario»-Getriebe (ML 220/ML 260) wurde in Sachen Robustheit und Wartung optimiert. Ab dem «933 Vario» aufwärts trägt das verstärkte Innengehäuse zu einer hohen Belastbarkeit genauso bei, wie ein völlig neues Zylinderrollenlager aus der Formel 1 an der Hydropumpe. Ein exklusiver Wärmetauscher ermöglicht in Verbindung mit dem leistungsgesteigerten Getriebeölkühler optimal abgesenkte Betriebstemperaturen mit bester Schmierfähigkeit und längerer Lebensdauer. Erheblich Zeit und eine schnellere Einsatzverfügbarkeit wird mit der neuen, serviceorientieren Getriebefernmessstelle an der rechten Seite des Traktors gewonnen.
Eine voll ins Fahrzeug integrierte Reifendruckregelanlage «Variogrip» gibt es nun optional. Das Lenksystem wurde mochmals verfeinert und bietet dem Fahrer einen besseren Geradeauslauf, noch mehr Agilität und Komfort in wechselnden Fahrsituationen. Zum gesteigerten Fahrkomfort gehört auch die Klimaanlage mit erhöhter Kühlleistung und gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch sowie eine optionale Überlagerungslenkung, die mit halbierter Lenkradumdrehung einen Lenkservice wie im PKW bietet. Darüber hinaus sorgt die automatische Dimmung über Lichtsensoren für eine angenehme Beleuchtung der Bedienelemente und damit optimale Ablesbarkeit aller Instrumente. Neu ist auch der Fahrersitz mit externer Druckluftversorgung.
Weiter entwickelt wurde auch das «Variotronic»-Konzept. Es verfügt jetzt in der 10.4 Zoll Variante über eine Smartphone-Optik mit kratzfester Ganzglasfront, LED-Hintergrundbeleuchtung und deutlich verbesserter Lesbarkeit. Dazu kommt die um den Faktor 4 gesteigerte Bluetooth-Leistung, mit der der Fahrer Traktor- und Auftragsdaten auf seine Ackerschlagdatei im Büro drahtlos übertragen kann.
Neue elektronische Assistenzsysteme wie die automatische Teilbreitenschaltung mit bis zu 24 Breiten, eine neue Spurführung-Einsteigerversion, ein Telemetriesystem oder das Dokumentationssystem «VarioDoc Pro», das im Hintergrund Schlagkarteien, Kraftstoffverbrauch und Arbeitszeit aufzeichnet oder die Grenzlastautomatik 2.0 für ein perfektes Motor- und Getriebemanagement sorgen dafür, dass die vier neuen «800 Vario» und die fünf (statt sechs) neuen «900 Vario» wieder Meilensteine der Produktivität setzen.

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