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Archiv 2017 28.02.2018 10:21

Frost: Wallis unterstützt Obstbauern

Der Kanton Wallis unterstützt Wein- und Obstbauern mit 4,5 Mio. Franken, die wegen des Frühlingsfrosts 2017 in eine finanzielle Notlage geraten sind. Weitere 3 Mio. Franken steuert die Stiftung Fondssuisse bei.

Der Staatsrat des Kantons Wallis hat entschieden, die vom Frühlingsfrost 2017 geschädigten Wein- und Obstbauern mit 4,5 Mio. Franken aus dem Fonds der Loterie Romande zu unterstützen. Dazu kommen weitere 3 Mio. Franken der Stiftung Fondssuisse. Bei der Dienststelle für Landwirtschaft wurden 500 Schadensmeldungen eingereicht.

Der finanzielle Gesamtverlust beträgt laut Behördenangaben rund 50 Mio. Franken bei den Traubenproduzenten und 20 Millionen Franken für den Obstbauern. Mehr als 40 Prozent des Walliser Rebbergs seien in Mitleidenschaft gezogen worden, teilt der Kanton Wallis mit. 70 Prozent der Verluste betreffen die Reben im Talgrund. 2017 wurden 30 Prozent weniger Trauben geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Es war die geringste Ernte seit 1966.

Der durchschnittliche Verlust im Obstbau beläuft sich auf 35 Prozent, wovon 30 Prozent beim Kernobst und 45 Prozent bei den Aprikosen verzeichnet wurden. An den Seitenhängen beläuft sich der Schaden auf mehr als 70 Prozent.

Der Grosse Rat hat einen Rahmenkredit von 35,2 Mio. Franken zugunsten von Frostbekämpfungsmassnahmen für den Zeitraum von 2018 bis 2023 bewilligt. Mehr als zwanzig Einzel- und Gemeinschaftsprojekte werden derzeit bei der Dienststelle für Landwirtschaft geprüft. Das Investitionsbudget beträgt an die 8 Millionen Franken und die Bundes- und Kantonsbeiträge 4 Millionen Franken.

Quelle: LID
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