UFA REVUEUFA-Revue: Fachzeitschrift für die Schweizer LandwirtschaftDetailseitenMaster

Archiv 2017 23.11.2017 17:58

Frühkartoffeln: Flächen reduzieren

Die Vertreter von Produktion und Handel haben das Frühkartoffelkonzept 2018 genehmigt. Das Konzept bleibt zu den Vorjahren unverändert. Ziel ist auch für 2018 eine bedarfsgerechte Anbauplanung im Bereich der neuerntigen Kartoffeln zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf einer möglichst frühen Marktversorgung mit vorwiegend schalenfesten Kartoffeln aus der neuen Ernte.

Die volle Versorgung des Marktes mit schalenfesten, inländischen festkochenden Kartoffeln (grüne Linie) während der Übergangsphase von Lagerkartoffeln zu den neuerntigen inländischen Kartoffeln stellt die Branche jedes Jahr von neuem vor eine grosse Herausforderung. Damit der Markt möglichst früh mit Schweizer Frühkartoffeln bedient werden kann, ist es wichtig, dass in den frühen Gebieten auch frühreife Kartoffelsorten angebaut werden. Der Informationsaustausch ist auch dieses Jahr dank einer professionellen Planung und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit positiv verlaufen.

Schalenlose Ware als Spezialität
Schalenlose Frühkartoffeln der Sorten Lady Christl und Agata wurden auch dieses Jahr bei den Grossverteilern als Spezialität vermarktet. Das hat sich bewährt und soll so weitergeführt werden. Das Marktpotenzial ist jedoch sehr beschränkt und die Artikelpflege in der Verkaufsstelle ist durch die kurze Haltbarkeit sehr aufwändig. Die beiden Sorten sollen nach dem Start so rasch wie möglich und bis im Juli in vorwiegend schalenfester Qualität in der braunen Verpackung angeboten werden. Anschliessend folgt die Ernte der frühreifen festkochenden Sorten, die zuerst im braunen und dann im grünen Beutel in den Verkauf kommen.

Meldewesen als wichtiges Instrument
Das Meldewesen Frühkartoffeln der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen (SZG) liefert wichtige Informationen zur Erfassung der Angebotssituation und ist damit ein unverzichtbares Instrument, um diesen Balanceakt besser meistern zu können.
Die Branche ist darauf angewiesen, dass die Frühkartoffelproduzenten auch im 2018 ihre Meldungen zuverlässig und fristgerecht einreichen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag an die Frühkartoffelkampagne.

Bio-Frühkartoffeln
Auch bei den Bio-Kartoffeln hat sich das Vermarktungskonzept bewährt. Es wird daher im 2018 unverändert weitergeführt.

Reduktion der Frühkartoffelfläche für 2018 notwendig
Die Frühkartoffelfläche hat 2017 das obere Limit erreicht. Nur dank der leeren Lager konnte die gesamte Ernte vermarktet werden und man konnte ohne nennenswerte Überhänge in die Haupternte starten. Für eine gesunde Angebots- und Nachfragesituation muss die Frühkartoffelfläche 2018 unbedingt wieder etwas reduziert werden.
Wie jedes Jahr ist die Flächen- und Sortenplanung zwingend mit dem Abnehmer abzusprechen. Dies gilt sowohl für den konventionellen, wie auch für den Bio-Frühkartoffelanbau.

Über den detaillierten Ablauf der Frühkartoffelkampagne informiert swisspatat wieder vor Kampagnen-Beginn im Frühling 2018.

Quelle: Swisspatat
  • Autor/Redaktor
  •  Redaktion [RED]

    Email
Zurück zur Übersicht