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Management 01.04.2019 10:22

Generalversammlung SZU «Geschäftsjahr 2017/2018»

Die Schweizer Zucker AG (SZU) blickt auf ein durchzogenes Geschäftsjahr 17/18 zurück: Trotz höheren Umsatzes kann nur nach Auflösung von Rückstellungen ein Jahresgewinn ausgewiesen werden. Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig. Pflanzer und SZU sind froh, dass die Politik die bedrohliche Situation für die Schweizer Zuckerwirtschaft erkannt und Massnahmen beschlossen hat. Erfreulich ist die weiterhin gute Nachfrage nach Schweizer Zucker, ist dieser doch deutlich nachhaltiger als Zucker aus der EU. Die Generalversammlung hat Urs Feuz als neues VR-Mitglied für den Rest der laufenden Amtsdauer, d.h. bis zur ordentlichen Generalversammlung 2021, gewählt. Feuz ist seit 2006 Leiter der Division Lebensmittel-Industrie und GL-Mitglied der fenaco-Genossenschaft. Er wohnt in Muri (BE).

Das Anbaujahr 2017 war geprägt von guten Aussaatbedingungen und einer guten Entwicklung im Frühling. Der trockene Spätsommer in Kombination mit einem hohen Befallsdruck bei den Blattkrankheiten minderte dann das Erntepotenzial. Insgesamt wurden 265‘000 Tonnen konventioneller und 6‘200 Biozucker produziert. Dies entspricht einer durchschnittlichen Produktionsmenge. Die gesamte Verkaufsmenge lag mit gut 260‘000 Tonnen leicht unter dem Vorjahr. Mit zusätzlichen Zuckereinkäufen konnte der tiefe Lagerbestand angemessen erhöht werden. Aufgrund der relativ guten Ernte 2017 erreichte der Umsatz 210.5 Mio. Franken (Vorjahr 193.6 Mio. Franken). Für die Rüben wurden 97.6 Mio. Franken ausbezahlt (Vorjahr CHF 76.0 Mio. Franken). Das Ergebnis wird vor allem durch die sehr tiefen Zuckerpreise, ausgelöst durch den hohen Importdruck aus der EU, belastet und übersteigt die anhaltenden Sparanstrengungen. Die Verarbeitungskosten nahmen durch die grössere Rübenmenge zu. Es resultierte ein Cashflow von 10.9 Mio. Franken und nach deutlicher Auflösung von Rückstellungen verbleibt ein Gewinn von 0.9 Mio. Franken. Die Investitionen liegen unverändert bei knapp 10 Mio. Franken. Auf die Auszahlung einer Dividende wird wiederum verzichtet.

Rahmenbedingungen fundamental verändert – Politik hat Situation erkannt
Zwölf Jahre nach Aushandlung der bilateralen Verträge und ein Jahr nach Aufhebung der EU-Zuckermarktordnung haben sich die Rahmenbedingungen fundamental verändert. Die düsteren Prognosen wurden bestätigt: Auch die grössten und kompetitivsten Produzenten in der EU können unter diesen Bedingungen nicht mehr kostendeckend wirtschaften und schreiben hohe Verluste. Pflanzer und SZU sind froh, dass die Politik die bedrohliche Situation für die Schweizer Zuckerproduktion erkannt hat. Als Antwort auf die parlamentarische Initiative Bourgeois hat der Bundesrat entschieden, die Flächenbeiträge um 300 Franken pro Hektare und den Grenzschutz auf mindestens 70 Franken pro Tonne zu erhöhen. Die SZU wird weiterhin ihre Effizienz steigern und Rückstellungen auflösen, um den Rübenpreis und die damit verbundene Anbaubereitschaft der Pflanzer zu stabilisieren.

Nachhaltigkeit von Schweizer Zucker
Mit dem Baubeginn des Holzkraftwerkes in Aarberg wurde ein wichtiger Schritt in eine noch nachhaltigere Zukunft der Schweizer Zuckerwirtschaft getätigt. Dass Schweizer Zucker bereits jetzt deutlich nachhaltiger ist als jener aus der EU, zeigen die guten Resultate der Studie von EBP. Die Studie ist unter www.nachhaltigkeit.zucker.ch abrufbar.

Quelle: Schweizer Zucker AG
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